Foto: privat / zur Verfügung gestellt von: Ernst Martin Behrens

Folge 5 – Sedanstraße: Ort für Kreativität und Urlaubsfeeling zu Hause

01.04.2021 (sr)
Auf den ersten Blick besonders in Corona-Zeiten ein bisschen grau in grau, einige Leerstände teils ungepflegte Gebäude, aber auf den zweiten Blick stehen hinter den kleinen inhabergeführten Geschäften Menschen, die ihrer Arbeit mit Leidenschaft nachgehen. Sie haben farbenfrohe Stoffe im Angebot, die vielleicht die Terrassensaison gemütlicher werden lassen, sorgen für frisches Obst und Gemüse mit Marktflair, mit einem Gelato oder einer Nudelvariation lassen sie uns einen Moment an Bella Italia denken. Der Slogan „willkommen, reinkommen, drankommen“ und eine Meisterin ihres Fachs machen Lust auf eine neue Frisur, kreative Idee für das Lieblingsfoto gute Laune. Es gilt verborgene Kunst im geborgten Schaufenster zu entdecken, sich dabei abends vielleicht eine Pizza aus dem sehenswerten Steinofen schmecken zu lassen. Zusätzlich versorgt die ehemalige Bukuhle mit Apotheke und großflächigen Einkaufsmöglichkeiten die Bevölkerung mit den Dingen des täglichen Lebens.

Probieren lohnt sich: Rachid Simo hat neben frischem Obst, Gemüse und Käse eine große Auswahl an Gewürzen und arabischen Lebensmitteln in seinem Geschäft an der Sedanstraße. Foto: Susanne Röthig

Alfelder Lebensmittelmarkt
Rachid Simo: „Ein Job, den du mit Liebe machst, machst du auch gut.“

Neben Obst und Gemüse hat sich Rachid Simo vom Alfelder Lebensmittelmarkt auf arabische Produkte spezialisiert. „Ich habe irakische, syrische, jordanische, tunesische und türkische Produkte, darunter spezielles arabisches Brot, das in Kiel hergestellt wird, und viele Gewürze in meinen Regalen  Sehr beliebt ist das alkoholfreie arabische Bier in verschiedenen Geschmacksrichtungen “, erklärt der 39-Jährige, der in Syrien geboren ist und seine Kunden in mehreren Sprachen beraten kann. 

„Vor 21 Jahren bin ich nach Deutschland gekommen. Zuerst habe ich in Siegen gewohnt, seit 2005 ist Alfeld meine Heimat. Auch meine Frau, die als Zahnarzthelferin arbeitet, und meine Kinder fühlen sich hier wohl. Als gelernter Koch habe ich in verschiedenen Restaurants gearbeitet, darunter auch nebenan im Rimini“, erzählt Rachid Simo. 

Im Oktober 2017 hat er das Geschäft mit dem Eingang zur Sedanstraße von seiner Vorgängerin übernommen und das Sortiment angepasst. „Ich habe viele Stammkunden und beliefere mehrere Restaurants. Damit immer alles frisch ist, fahre ich drei Mal in der Woche zum Großmarkt“, erklärt er. 

Service und Höflichkeit sind für ihn wichtige Eigenschaften. „Viele meiner Kunden haben meine Telefonnummer und rufen mich an, wenn sie etwas benötigen. Das besorge ich dann, wenn ich es nicht hier habe, beim nächsten Großmarkteinkauf. Und wenn jemand nicht kommen kann, liefere ich auch nach Hause,“ sagt Rachid Simo, dem im Gespräch anzumerken ist, dass er seine Arbeit gern macht und seine Kunden kennt.

Daniel-Elena Lübke (von links) und Karsten Pattke mit Bettina und Emilio di Lorenzo warten sehnsüchtig darauf, ihre Gäste wieder typisch italienisch bewirten zu können. Foto: Susanne Röthig

Italienisches Flair seit mehr als 40 Jahren

Das Rimini gehört seit 1979 zum festen Bestandteil der Sedanstraße. Die Familie di Lorenzo, der das Wohn- und Geschäftshaus mit der Hausnummer 1 gehört, verwöhnt ihre KundInnen mit Pizza, Pasta und weiteren italienischen Spezialitäten zum Teil aus der Region Kampanien, aus der Emilio di Lorenzo stammt. Ein passender Wein oder ein Aperol Spritz machen das Urlaubsfeeling perfekt. Im Sommer heißt es dann vor dem Lokal: sehen und gesehen werden. Mit zusätzlich zur Speisekarte gültigen saisonalen Angeboten sorgt das familiengeführte Restaurant immer wieder für kulinarische Leckerbissen und bietet dazu freundlichen Service, der von Herzen kommt. 

2019 übergaben Emilio und Bettina di Lorenzo die Geschäftsführung an ihre Tochter Daniela-Elena Lübke. Gemeinsam mit ihrem Lebensgefährten Karsten Pattke betreibt die 44-Jährige mit Unterstützung ihrer Eltern das Lokal. 

Die Corona-Pandemie hat alles verändert. „Uns fehlt der Kontakt zu unseren Stammkunden und wir vermissen die lockere Stimmung in unserem bis März 2020 immer gut besuchten Restaurant“, sagt Daniela-Elena Lübke.  „Sehr dankbar bin ich allen, die uns mit ihren Außer-Haus-Bestellungen so wunderbar unterstützen. Viele Firmen ordern ihr Mittagessen bei uns und auch abends lassen uns unsere KundInnen nicht im Stich. Das tut gut, ersetzt aber natürlich nicht das gemeinsame Miteinander.“ „Wir fühlen uns hier am Standort sehr wohl“, fügt Bettina di Lorenzo hinzu. „Obwohl es in der Sedanstraße auch schon vor Corona ruhiger geworden ist. Wenn die Krise hinter uns liegen sollte, würden wir gern mit anderen Geschäften zusammen zeigen, was die Straße zu bieten hat. Wir müssen uns hier aktiver präsentieren, um die Straße attraktiv zu machen.“   

Badum- oder Neubau, Erneuerung der Heizungsanlage oder Solartechnik: Seit 20 Jahren ist Henning Strohmeier Ansprechpartner für private und gewerbliche Kunden. Foto: Susanne Röthig

SHS: Kompetenz in Sachen Energie  
Die Firma SHS GmbH – Sanitär – Heizung – Solar von Geschäftsführer Henning Strohmeier ist seit 20 Jahren in Alfeld / Leine ortsansässig und auch überregional bekannt.

„Wir sind im Bereich Sanitär, z.B. barrierefreie Bädersanierungen, Altbausanierung oder Neubau und bei regenerativen Heizungssystemen wie Wärmepumpen und Solaranlagen stets auf dem aktuellsten Stand der Technik“, verspricht der 48-jährige Firmenchef.  

„Unsere privaten und gewerblichen Kunden kennen uns seit vielen Jahren vom Standort im alten Molkereigebäude an der Göttinger Straße 3 und sind uns auch nach dem Umzug im Oktober 2019 in die Sedanstraße 2 treu geblieben. Durch unsere Erfahrung und professionelle Beratung, eine zukunftsorientierte und kreative Planung und die Unterstützung bei der Fertigstellung sowie zuverlässige Ersatzteilbeschaffung, haben meine fünf Mitarbeiter und ich auch viele Neukunden hinzugewonnen“, erklärt Henning Strohmeier. 

Bei der Auswahl aller Produkte legt die Firma SHS GmbH großen Wert auf zuverlässige und spezialisierte Fachpartner. Aufgrund seiner langjährigen Erfahrung verfügt Henning Strohmeier über ein umfangreiches und fachkundiges Wissen, um seinen Kunden die optimale Umsetzung der geplanten Projekte anbieten zu können. 

„Durch die Corona-Maßnahmen ist die Kontaktaufnahme für Termine, Verkauf oder Bestellungen zurzeit leider nur telefonisch oder per Mail möglich. Trotz aller Einschränkungen ermöglichen wir selbstverständlich eine optimale Beratung unserer Kunden“, sagt Henning Strohmeier.

„Wir bieten für jeden Genuss, vom kleinen Espresso bis zur großen Eiskreation, das Richtige an”, versprechen Isabell und Marco vom Eiscafé Venezia. Foto: Susanne Röthig

Süßer Genuss seit 1992

Das italienische Eiscafé Venezia im Herzen der Alfelder Innenstadt ist seit 1992 familiengeführt.

Mit Beginn des Jahres 2021 verabschiedeten sich Maria und Olivo Nicolai in den Ruhestand. Sie bedanken sich herzlich bei ihren Gästen für die zahlreichen Jahre der Treue und die unzähligen schönen Momente. 

„Wir haben in Alfeld eine zweite Heimat gefunden mit Beziehungen weit über die geschäftliche Ebene hinaus. GRAZIE”, so die Gelatierefamilie aus den Dolomiten im Norden Italiens.

„Fortan werde ich, gemeinsam mit meiner Frau Isabell, die für unser Eiscafé stehenden Werte weiterführen, sodass sich unsere Gäste auch in Zukunft auf herzliche Gastfreundschaft und hervorragende Qualität in gemütlicher Atmosphäre freuen können. Unsere Passion ist es, die geschätzten Traditionen mit frischen Ideen zu kombinieren und die Wünsche unserer Gäste zu erfüllen”, sagt Marco Nicolai. 

Foto: privat/Marco Nicolai

Sobald es die Corona-Bestimmungen zulassen, können die Gäste das hausgemachte Eis auf der Außenterrasse an der Sedanstraße, im traditionellen Lokal oder in den heißen Sommermonaten auch im liebevoll gepflegten Garten im Innenhof (Geheimtipp!!) genießen. Bis dahin heißt es: Den kühlen Genuss einfach mitnehmen.

Die Kundinnen sind froh, dass der Salon wieder geöffnet hat. Olga Braun (von links), Monika Krings und Jana Beer bringen die Frisur wieder in Form. Foto: Susanne Röthig

Friseursalon mit Tradition: Monis Haarstudio seit mehr als 25 Jahren an der Sedanstraße

Am 1. Oktober 1994 übernahm Friseurmeisterin Monika Krings den Salon Elze an der Sedanstraße 5. Sie setzte damit die lange Tradition des Hauses fort, denn seit 1928 werden hier Haare geschnitten. Im Adressbuch der Stadt und des Großkreises Alfeld von 1934 ist als Eigentümer der Schlachtermeister Karl Elze verzeichnet und als weiterer Bewohner Friseur Richard Elze genannt. 

„Ich mag den Kontakt mit vielen Menschen, habe als kleines Mädchen schon meine Mutter frisiert und liebe meinen Beruf“, erzählt die 62-jährige Monika Krings. 1976 hat die Eyershäuserin ihre Ausbildung bei Peter Müller begonnen und 1987 ihre Meisterprüfung erfolgreich absolviert. Zu ihrem Team gehören Olga Braun, Jana Beer, Irina Herber, Sandra Kreth, Anja Rettig und Ute Rosenke. „Wir sind froh, dass wir nach so langer Zeit jetzt wieder unsere Kundschaft frisieren können. Auch die Bewohner des Wohn- und Pflegezentrums St. Elisabeth haben sich sehr gefreut, dass sie wieder Friseurtermine wahrnehmen können“, erzählt Monika Krings. 

An zwei Tagen in der Woche betreut der Salon die dortigen Kundinnen und Kunden. „Meine Mitarbeiterin Ute Rosenke, die bei meinem Vorgänger Lothar Elze ihr Handwerk gelernt hat, kümmert sich dort um die Frisurenwünsche der Bewohnerinnen und Bewohner“, erläutert sie. Viele Stammkunden halten Monika Krings und ihrem Team seit Jahren die Treue. 

Neben dem perfekten Schnitt, Farbe und Strähnen erhalten die Kunden auf Wunsch auch Tipps zu einer neuen Frisur oder Pflegeprodukten von Goldwell und Wella. Außerdem berät Monika Krings, wenn beispielsweise durch Krankheit eine Perücke notwendig wird. 

„Der Standort ist für mich gut geeignet und außerhalb der Corona-Zeit findet auch die Laufkundschaft den Weg in den Salon“, freut sich die Inhaberin. „Der Nebeneingang macht einen nahezu barrierefreien Zugang zum Salon möglich und somit ist auch der Friseurbesuch für Menschen, die auf einen Rollator oder Rollstuhl angewiesen sind, problemlos möglich.“

Marion Pöplau ist die kompetente Ansprechpartnerin, wenn es um das Handarbeiten geht. Das Fachwerkhaus mit den im Inneren freigelegten Balken lädt mit seinem vielfältigen Angebot zum gemütlichen Stöbern ein. Foto: Susanne Röthig

Lanafilati: Wolle, Garne und StoffeHandarbeit in Corona-Zeiten hoch im Kurs 

Marion Pöplau lebt für die Handarbeit. Stricken, häkeln, nähen, sticken: Für alle Fälle ist ihr Laden mit Eingang an der Sedanstraße gerüstet. Lanafilati (Wolle und Garne) so hat sie ihr Geschäft, das die 62-Jährige seit 36 Jahren betreibt und etwa alle sieben Jahre erweitert hat, genannt. 

Mit „ca. 1820“ gibt die Inhaberin des Handarbeitsgeschäfts Lanafilati Marion Pöplau das Baujahr des Hauses an der Mittelstraße 2 an. Foto: Susanne Röthig

Bunte Wolle und Stoffe in verschiedensten Qualitäten und Farben auf zwei Etagen laden zum Handarbeiten ein und machen Lust auf ein neues Kleidungsstück. Zusätzlich hat sie einen Online-Shop eingerichtet.   

„Gerade sind die neuen Sommergarne eingetroffen“, freut sich Marion Pöplau, die seit ihrer Kindheit geprägt durch Oma und Mutter leidenschaftlich handarbeitet. „Durch Corona, aber auch durch umweltbewusstes Verhalten, haben mehr Menschen Interesse an der Handarbeit. Aktuell liegt das Stricken von Baumwollwaschlappen, das Häkeln von Einkaufsnetzen und das Gestalten von Home-Deko wie das Nähen von Kissen hoch im Kurs“, berichtet die Fachfrau, die selbstverständlich auch das benötigte Zubehör wie Strick- und Häkelnadeln im Angebot hat.  Unterstützt wird sie von Mitarbeiterin Julia Beining. 

Vor der Corona-Pandemie hat Marion Pöplau zusätzlich Handarbeitstreffen zum Stricken, Häkeln und Patchwork-Nähen in ihrem Laden und an der Volkshochschule Kurse angeboten. „Auch AnfängerInnen sind bei mir herzlich willkommen. Ich erkläre, wie es geht und unterstütze sie bei der Materialwahl, damit sich auch ein Erfolg einstellt und die Freude bleibt“, erklärt sie. Unter anderem mit Wolle der Marke Lana Grossa und Produkten nach dem Öko-Tex-Standard setzt Marion Pöplau auf Qualität, die auch für Allergiker geeignet ist. „Wenn KundInnen mir mitteilen, auf was sie allergisch reagieren, kann mein Lieferant Atelier Zitron sagen, ob die Wolle in diesem Fall geeignet ist“, erläutert sie.  

KWABSOS-Mitarbeiter Peter Hahlbrock nicht nur Hauptansprechpartner für Jugendliche, sondern auch für Täter aller Altersgruppen, die im Rahmen häuslicher Gewalt auffällig geworden sind. Foto: Susanne Röthig

KWABSOS e. V.: Jugendstraffälligenhilfe und Täterberatung im Rahmen häuslicher Gewalt

Der Verein KWABSOS e. V. (Kommunikation-, Wohn-, Arbeits- und Beratungszentrum für gefährdete Menschen) mit Sitz in Hildesheim nutzt die Räume an der Sedanstraße 14 als zweite Anlaufstelle im Kreis. In enger Zusammenarbeit mit den zuständigen Jugendrichtern und durch Einzelfallhilfe, soziales Training, Gruppenarbeit, praktische Unterstützung sowie Wohn- und Werkstattangebote sollen straffällig gewordene TeilnehmerInnen in die Lage versetzt werden, ihr Leben selbstverantwortlich zu gestalten. 

In Alfeld ist Sozialpädagoge Peter Hahlbrock nicht nur Hauptansprechpartner für Jugendliche, sondern auch für Täter aller Altersgruppen, die im Rahmen häuslicher Gewalt auffällig geworden sind. „Etwa 400 Fälle landkreisweit werden jährlich an uns weitergeleitet. Wir nehmen mit den Tätern Kontakt auf und beraten Männer, die an ihrem Verhalten beispielsweise mithilfe eines Anti-Gewalt-Trainings etwas ändern wollen“, erläutert Peter Hahlbrock. Unter www.kwabsos.de finden Interessierte alles zu den Angeboten und Wissenswertes über den Verein.

Von links: Ilka Schiller, Arend Hüncken und Bettina Adamietz sind Ansprechpartner für Täter und Opfer. Foto: Susanne Röthig

Kontakt e. V.: Durch Täter-Opfer-Ausgleich Konflikte klären und Lösungen finden

Der Kontakt e. V. ist ein im Jahr 1985 gegründeter Verein für Konfliktschichtung und -beratung. An der Sedanstraße 14 bietet er eine Alternative zu stationären Maßnahmen im Jugendstrafrecht und ist zuständig für jugendliche und heranwachsende Straftäter und ihre Opfer im Bereich des Landkreises und der Stadt Hildesheim. Weitere Orte für Gesprächsmöglichkeiten stehen im Landkreis zur Verfügung. 

Die Sozialpädagogen Arend Hüncken und Ilka Schiller und die Psychologin Bettina Adamietz arbeiten als Mediatoren, um nach intensiver Vorbereitung mit beiden Parteien, also mit Tätern oder Täterinnen und Opfern, eine Befriedung des Konflikts zu erreichen. „Eine Begegnung von Beschuldigten und Geschädigten ist die direkteste Möglichkeit der Aufarbeitung der Auswirkungen und Ursachen von Straftaten und zudem sehr effektiv, um weiteren Straftaten vorzubeugen. Oft handelt es sich bei Auseinandersetzungen um Missverständnisse zwischen Tätern und Opfern und beide Parteien sind erleichtert, dass der Konflikt durch das gemeinsame Gespräch aus der Welt ist“, erklärt Bettina Adamietz. „Ziel des Täter-Opfer-Ausgleich ist es, eine Wiedergutmachung, beispielsweise eine Entschuldigung, Schadensersatz oder eine Zahlung von Schmerzensgeld zu erreichen, mit der beide Konfliktparteien einverstanden sind. Wir sind dabei überparteilich und entscheiden nicht. Wir begleiten die Beteiligten, eine für beide akzeptable Lösung zu finden und nutzen dafür am Standort Alfeld unser gut funktionierendes Netzwerk“, so die Psychologin. 

Weitere Informationen und Kontaktmöglichkeiten gibt es auf der Internetseite www.kontakt-ev-alfeld.de. 

Sozialverband Deutschland Beratungszentrum Alfeld: Die Sedanstraße 13 ist Anlaufstelle für SoVD-Mitglieder, die sich zu allen Fragen des Sozialrechts beraten lassen wollen. Informationen rund um die Themen Rente, Pflege, Behinderung, Gesundheit, Hartz IV, Patientenverfügung und Vorsorgevollmacht stehen dabei im Vordergrund. Weitere Informationen gibt es unter www.sovd-hildesheim-alfeld.de. Foto: Susanne Röthig
Eine Werbeanzeige der Papierwarenfabriken Ernst C. Behrens aus dem Jahr 1934. Foto: Susanne Röthig

 „Düten-Behrens“:  Verpackungen aus der Sedanstraße in alle Welt

1860 gründeten Ernst Carl Behrens und Friedrich Bode in Alfeld eine „Düten-, Beutel-, Kapseln-, Couverts-, Schreibhefte-, Conto- und Copierbücherfabrik“ verbunden mit „Etiquetten & Steindruckerei“. Nachdem das Geschäft anfänglich nicht besonders gut lief, stieg Bode 1864 aus. Eberholzen war der nächste Standort, bevor Ernst C. Behrens, dessen Frau aus der Familie der Delligser Papierfabrik J. Wiesener stammte, 1867 das Haus Sedanstraße 6 erwarb und die Fabrik wieder nach Alfeld verlegte. 1871 entstand eine Zweigfabrik in Delligsen und später in Kaierde. „Noch heute, nach 75 Jahren“, so steht es in der Festschrift zum Jubiläum 1935, „rühren sich fleißige Hände der Mädchen und Frauen, die von ihren Müttern und Großmüttern das Tütenkleben erlernten, sowohl in Delligsen und Kaierde wie auch in Freden, Limmer, Gerzen und Buchenbrink.“ 

1887 kam das Haus Sedanstraße 15 (heute unter dem Namen „Treff“ bekannt) dazu. Hier wohnte die Familie Behrens. 1904 starb Ernst C. Behrens, sein Sohn Adolf (1866 bis 1931) übernahm die Geschäftsleitung. Ständige Erweiterungen der Firmengebäude fielen in diese Zeit. „Adolf Behrens war ein Mann mit weitschauendem Blick und sicherem Urteil. Fest im Charakter und temperamentvoll zielstrebend gab er der Firma den gesunden und organischen Aufbau. Er hing sehr an seiner Vaterstadt und sprang überall dort hilfreich ein, wo sein Rat und seine Arbeit gebraucht wurden. So war er Bürgervorsteher und später Senator der Stadt Alfeld (Anmerk. d. Red.: Die Senator-Behrens-Straße wurde nach Adolf Behrens benannt), Vorsitzender des Alfelder Industrievereins, Handelsrichter am Landgericht Hildesheim“, so der Inhalt der Festschrift von 1935. 

Hinter diesen Fenstern klebten früher Frauen und Mädchen die „Düten“. Foto: privat / zur Verfügung gestellt von Ernst Martin Behrens

1931 trat Ernst Behrens das Erbe des bedeutenden Papierverarbeitungswerks an. Zum Fabrikgrundstück gehören zu dieser Zeit noch „75 Morgen alter Landbesitz, mit Kühen und Pferden, die wie beim Arbeiter, auch die Bodenständigkeit und Verbundenheit der Firma mit der Scholle herstellen sollen.“ Ernst Martin Behrens (geb. 1943) erinnert sich an den großen Garten der Familie, der bis zur Planstraße und fast bis zur Leine reichte (der Perkwall war lediglich ein Fußweg) und das Arbeitszimmer seines Vaters, von dem aus dieser das Kommen und Gehen seiner Arbeiter stets im Blick hatte. „Später wich der Garten Erweiterungsbauten bis dann in den 1970er Jahren die Kapazitäten in der Innenstadt nicht mehr ausreichten. Auf den bis dahin landwirtschaftlich genutzten Flächen an der heutigen Fritz-Kunke-Straße entstand der neue Firmensitz. Mehr Fotos und Infos unter www.alt-alfeld.de. 

„Wir haben Spaß an unserer Arbeit“, sagen Apothekerin Nicole Behrens (von links) und die pharmazeutisch-technischen Assistentinnen Nicole Rohmeyer und Daniela Schmidt. „Es macht uns Freude, mit unserem Rat unseren KundInnen helfend zur Seite stehen zu können.“ Foto: Susanne Röthig

7 Berge-Apotheke: Rat und Service rund um die Gesundheit 

Die 7 Berge-Apotheke gehört seit 2005 zum festen Bestandteil der Sedanstraße. Sieben Mitarbeiterinnen und Inhaberin Nicole Behrens sind hier vor Ort für ihre KundInnen da. Nachgefragt werden neben den verordneten Medikamenten zurzeit natürlich verstärkt FFP 2-Masken, Desinfektionsmöglichkeiten und Corona-Schnelltests. „Wir stehen unseren KundInnen für Beratungsgespräche rund um alle pharmazeutischen Belange zur Verfügung und erklären, dass vielleicht auch frei verkäufliche und pflanzliche Mittel im Fall von kleineren Blessuren helfen können“, sagt Apothekerin Nicole Behrens. „Mit der Nord-Apotheke an der Hildesheimer Straße und hier mit dem Standort Sedanstraße sind wir für unsere Kunden optimal zu erreichen. Entweder mit dem Auto vorfahren oder die Medikamente gleich im Rahmen von Einkäufen mit besorgen: Unsere Kunden haben die Wahl.“ Als weiteren Service bietet die 7 Berge-Apotheke eine Wickelmöglichkeit für den Nachwuchs an. Mit der Lamme-Apotheke ist Nicole Behrens auch in Lamspringe vertreten und bietet mit dem Kosmetik-Geschäft Aphrodith weitere Produkte rund um das Wohlbefinden an. „Ergänzt wird unser Angebot in allen Apotheken unter anderem durch hochwertige Kosmetik, das Verleihen von Medela-Milchpumpen, Tees, Wärmflaschen, das Ausmessen von Kompressionsstrümpfen und Produkte für die Hausapotheke“, so die Apothekerin.    

Viele Stammkunden schätzen die frischen Lebensmittel und türkischen Spezialitäten, die Kemal Gülkanat in und vor seinem Geschäft präsentiert. Foto: Susanne Röthig

Bosporus Basar punktet mit türkischen Spezialitäten

Bulgur im Regal, Schafskäse und Oliven in der Kühltheke, frische Kräuter und knackiges Obst vor dem Geschäft: Bei Kemal Gülkanat, Inhaber des Bosporus Basars, schätzen Kundinnen und Kunden neben dem Flair Qualität und Frische. Zahlreiche Gewürze, getrocknete Früchte, Tees, Süßigkeiten und Fladenbrot sind die Zutaten für ein mediterranes Essen, mit dem auch etwas Urlaubsstimmung zu Hause aufkommt. „Nachdem meine Eltern das Geschäft 1989 im alten Kaiserhof eröffnet hatten, wechselten wir bereits neun Monate später den Standort hier an die Sedanstraße 25. 1998 habe ich den Laden von meinen Eltern übernommen und im Juli 2020 ein weiteres Geschäft in Gronau eröffnet“, erzählt der 51-Jährige, der seit 46 Jahren in Deutschland lebt. Mit dem Standort an der Sedanstraße ist er sehr zufrieden, obwohl er sich ein bisschen mehr Sauberkeit wünschen würde. 

„Die Immobilie ist Familieneigentum. Hier wohnt und arbeitet es sich gut. Aufgrund der Parkplätze hinter dem Wohn- und Geschäftshaus und dem zweiten Eingang bin ich für meine Kundschaft gut zu erreichen, besonders wenn diese mal etwas mehr einkaufen und die Taschen schwer sind. Die Laufkundschaft hat in den letzten Jahren allerdings deutlich abgenommen“, so Kemal Gülkanat. 

Pass- und Bewerbungsfotos, Qualitätsabzüge und Geschenke rund ums Foto:  Bei Pixfinity-Inhaber Murat Tunaz dreht sich alles um Bilder in bester Qualität. Foto: Susanne Röthig

Murat Tunaz digitalisiert Fotoschätze und bietet Passfotos ohne Termin

„Ein Bild sagt mehr als tausend Worte“: Gerade in Corona-Zeiten ersetzen Bilder echte Begegnungen. Und das perfekte Bild steht im digitalen Fotolabor Pixfinity seit 2009 an der Sedanstraße 27 im Mittelpunkt. Beim Inhaber Murat Tunaz erhalten Kunden biometrische Passbilder sofort zum Mitnehmen und ohne Termin. Für Bewerbungsfotos setzt der Fachmann seine KundInnen perfekt in Szene. 

Neben einer Fotostation, an der Fotos sofort ausgedruckt werden können, und zahlreichen Geschenkideen im Online-Shop wie individuelle Fotobücher, Poster, Tassen und Puzzle können Kunden die Digitalisierung von Fotos, Dias und Videos in Auftrag geben. „Auch das Kolorieren alter Schwarz-Weiß-Fotografien gehört zu unserm Angebot dazu“, erklärt der 46-Jährige, der über seinen Online-Shop neben den Kunden vor Ort bundesweit seine Kundschaft bedient. 

„Mit unserem digitalen Fotolabor bieten wir beste Qualität und Zuverlässigkeit zu attraktiven Preisen. Bei uns bestellte Fotoabzüge drucken wir auf Qualitätspapier und versenden innerhalb von 24 Stunden in den Größen 9×13 bis 20×30 Zentimeter“, verspricht Murat Tunaz. Das gesamte Angebot finden Interessenten unter www.pixfinity.de. 

Nur für kleine Sedanstraßenbesucher: Die Wipptiere sind zwar schon etwas in die Jahre gekommen, erfreuen sich aber bei Kindern großer Beliebtheit. Foto: Susanne Röthig
Kommunikation kann auch unter­irdisch verlaufen. Auf der Sedan­straße einfach mal ausprobieren.
Foto: Susanne Röthig
Grabdenkmal von Steinmetz Kratzenberg Foto: Susanne Röthig
Gerhard Kraus mit dem Blick für das Detail: Steinmetz Kratzenberg hat seine Signatur auf aufwendig gestalteten Grabdenkmälern hinterlassen, die heute noch auf dem alten Alfelder Friedhof zu finden sind. Foto: Susanne Röthig

Steinmetz Kratzenberg

Sedanstraße 29 (damals noch Bukuhle) soll die ehemalige Wirkungsstätte des Steinmetzes Kratzenberg gewesen sein. Aus einem Brandkataster (bis 1782) und den Aufzeichnungen des Archivars Schlüter und des ehemaligen Alfelder Bürgermeisters Dr. Boße (im Amt 1920 bis 1937) ist der Name in das Häuser- und Eigentümerverzeichnis des von Gerhard Kraus verfassten Sachbuches „Bauten und Symbole im alten Alfeld“ übertragen worden. Steinmetz Kratzenberg hat seine Signatur auf aufwendig gestalteten Grabdenkmälern hinterlassen, die heute noch auf dem alten Alfelder Friedhof (Richtung Altes Dorf) zu finden sind. Sie sind Zeugnisse handwerklicher Kunst und geben mit ihren Inschriften Einblicke in die Zeit um 1800. Ein Spaziergang lohnt sich.   

Sedanstraße 30: Seit 2004 Reisebüro. Foto: Susanne Röthig

Träumen vom Urlaub

Normalerweise ist das Team des TUI ReiseCenters damit beschäftigt, alles für die schönsten Wochen im Jahr ihrer KundInnen zu tun. „Seit einem Jahr buchen wir um“, erzählt Büroleiterin Mirjam Sylle. „Zwar gibt es aktuell das Angebot des Urlaubs auf Mallorca und auch Kreuzfahrten sind ohne Landgänge als sogenannte blaue Reisen buchbar, aber die Nachfrage ist überschaubar. Viele unserer Kunden haben bereits die Herbstferien im Blick und hoffen darauf, dann in den heiß ersehnten Urlaub fahren zu können.“ 

Seit 2004 ist das Reisebüro am Standort Sedanstraße 30 zu finden, davor berieten die früheren Inhaber Andreas und Susanne Warnecke ihre Kunden an der Marktstraße. 

„Wir hoffen sehr, dass wir unseren KundInnen sobald wie möglich wieder mit dem gewohnten Service rund um den Urlaub zur Verfügung stehen zu können“, wünschen sich Mirjam Sylle und die MitarbeiterInnen Nikola Diehl, Maren Maiwald, Sina Koch, Simone Thamm, Jürgen Gattermann und Thomas Höbel.   

Sedanstraße 30: Im Adressbuch von 1934 sind unter dieser Adresse der Konsum-Verein Alfeld, Maurer August Appel, Kutscher Albert Göke, Arbeiter Richard Hecht, Amanda Rode geb. Krause, Buchhalter Gustav Michel und Gastwirt Heinrich Wiese aufgelistet. Von Mitte der 1970er bis Mitte der 1980er betrieben Wendula und Karl Heinz Rautenstrauch hier einen Getränkehandel und in den 1990er Jahren hielt Fotografin Anneliese Krauskopf in ihrem Atelier Familienereignisse fest oder fertigte Passbilder an. 

Die Gittertür am Eingang Perkstraße 15 (Eingang Sedanstraße) weist noch daraufhin, dass hier früher Urlaub verkauft wurde.
Foto: Susanne Röthig

Informationen von Stadtführerin Meike Glaß
Die Sedanstraße in Alfeld führt von der Leinstraße / Ecke Marktstraße bis zum Perkwall, vorbei am Alten Perktor, dessen Reste heute noch am Haus Sedanstraße 16 zu sehen sind. Das die Straße umgebende Viertel mit seiner pittoresken Dachlandschaft, dem Stadttor und nahem Fillerturm gehörte ehemals zur Perkbäuerschaft. Dort lag die Bukuhle (Baugrube) zur Gewinnung von Sand und Mergel für den Mörtel der Mauerwerke, samt Zimmerplatz für die mächtigen Fachwerkrahmen, bevor die Straße als solche befestigt wurde und ihren heutigen Namen erhielt.
Der erinnert an die Schlacht bei Sedan 1870/71 in Frankreich, an deren Ende die Gründung des ersten deutschen Nationalstaates stand. Viele Städte haben seither eine Sedanstraße, das Aufzeigen des Nationalstolzes gehörte zum guten Ton.
Die Sedanstraße durchläuft das mittelalterliche Kleine-Leute-Viertel der Altstadt, was auch heute noch an einigen winzigen Fachwerkhäuschen, sowie der gedrängten Bebauung zu erkennen ist. Dort waren Kleinhandwerker mit ihren Familien und Werkstätten ansässig, die Filler (Abdecker) und wohl auch der städtische Viehhirte. Wem dies zu kleinräumig ist, der möge sich die Kulisse vorstellen: Durch diese Straße wurde zweimal täglich das gesamte Vieh der Stadtbewohner zum Perk, also dem Pferch als öffentlicher Weidefläche, getrieben. Die Materialkarrren der Bukuhle rumpelten beständig durch die Häuserreihe, die Zimmerer schlugen weit hörbar das Holz zurecht… Und im beginnenden 20. Jh. stellen wir uns vor, dass die exotischen Tiere der Firma Ruhe von den Weideflächen in der Leinemasch zu hören waren.
Stadtgeschichtlich ist die Sedanstraße im 19. Jh. besonders gekennzeichnet durch die ersten Manufakturen, die Alfeld später zur Industriestadt werden ließen. So gründete hier unter anderem Ernst C. Behrens, damals „Düten [Tüten]-Behrens“ genannt, eine Papierwarenfabrik, die heute in der Firma MM Packaging Behrens ihre Nachfolge hat. Zu Beginn des 20. Jh. zog aus den Niederlanden die erste jüdische Kaufmannsfamilie in die Sedanstraße / Ecke Marktstraße und gab den Füßen der Alfelder neuen Chic im Schuhhaus Max Keiser.
Bis heute ist die soziale Bedeutung der Straße an verschiedenen Adressen ablesbar. Hier sind zum Beispiel das Jugendzentrum mit dem „Treff“(Anmerkung d. Red.: Aufgrund bauaufsichtlicher Sperrung findet keine Nutzung statt), der Sozialverband Deutschland oder der Kontakt e.V. angesiedelt. Und Alfeld wurde hier international: Familien aus Italien und danach vielen anderen Staaten haben sich hier niedergelassen und unterhalten bis heute ihre Geschäfte.

Perkfest im Bereich der Sedanstraße um 1907.
Foto: alt-alfeld.de
1980er Jahre: Fußgänger und Autos hatten klar abgegrenzte Bereiche zur Verfügung. Foto: alt-alfeld.de 

Wie wird die Sedanstraße in Zukunft aussehen?
SIEBEN: regional hat beim Baudezernenten der Stadt Alfeld (Leine)
Mario Stellmacher nachgefragt.

„Die Sedanstraße wird weiterhin eine Einkaufsstraße sein. Viele Geschäfte hier sind für die Grundversorgung der Bevölkerung wichtig. Ideen für eine optimale Stadtentwicklung gibt es viele und ganz tolle. Integrierte städtebauliche Entwicklungskonzepte (ISEK) haben sich als geeignetes Mittel in vielen Kommunen bereits bewährt. Ein ISEK schafft lokal abgestimmte Lösungen in den Bereichen Wohnen, Verkehr, Tourismus und Einzelhandel, kostet aber auch Geld. Für Alfeld ist es daher wichtig, in ein Städtbauförderungsprogramm aufgenommen zu werden, um diese Ideen und Konzepte mit den entsprechenden finanziellen Mitteln auch umsetzen zu können. Notwendig ist hier aber auch die Bereitschaft der Eigentümer, Geld in die Hand zu nehmen. Hier setze ich auch auf die Standortgemeinschaft Innenstadt. Als Eigentümer der Immobilie Sedanstraße 15 (Treff) bemüht sich die Stadt Alfeld (Leine) zurzeit um eine weitere Nutzung des bauaufsichtlich gesperrten Gebäudes.“
Herr Stellmacher, ein anderes Thema wird im Rahmen der Serie über die Innenstadtstraßen immer wieder angesprochen: Die Anlieger sind mit der Sauberkeit in der Stadt nicht zufrieden. Es sei zwar einiges besser geworden, aber überquellende Abfalleimer, wenig einladende Sitzplätze und stark verschmutzte Ecken erregen Unmut.
„Seit 2018 beschäftigen wir einen Innenstadthausmeister. Dieser kümmert sich möglichst täglich um stark frequentierte Bereiche und ist zumindest einmal in der Woche in jeder Innenstadtstraße unterwegs. Er reinigt die Straßen und sorgt für ein sauberes Erscheinungsbild der Innenstadt. Die Eigentümer der Immobilien zahlen dafür und sind selbst nicht mehr verpflichtet, Reinigungsaufgaben zu übernehmen. Seit der Innenstadthausmeister das macht, gibt es so gut wie keine Klagen mehr. Für die Leerung der Abfalleimer ist der Innenstadthausmeister allerdings nicht zuständig. Das erledigt der Baubetriebshof. Besonders am Wochenende und durch die nicht erlaubte Entsorgung von Hausmüll und Flaschen kommt es leider immer wieder dazu, dass die Kapazität der Abfallbehälter nicht ausreicht. Manche stellen ihre Mülltüte neben die Abfalleimer oder Pizzakartons werden einfach achtlos weggeworfen. Weitere Verunreinigungen entstehen, da durch den Abholtermin der gelben Säcke am Montag, diese teilweise das gesamte Wochenende vor den Gebäuden liegen. Durch Wind oder Beschädigung verteilt sich leider oft der zu entsorgende Müll. Wir sind bemüht, mit dem Abfallentsorger einen anderen Abholtermin für die Innenstadtbereiche zu vereinbaren, um dieses Problem zu minimieren.“

Sedanstraße 1978: Woolworth entsteht. Bereits im 20. Jahrhundert diente die Straße zum Einkaufen.
Foto: alt-alte.de
Die heutige Ansicht: Der Kaufland-Komplex hält ein großes Angebot an Lebensmitteln und Dingen des täglichen Bedarf bereit. Eine Ladenzeile im Inneren bietet unter anderem Essen zum Mitnehmen, Bäckereiprodukte und Postdienstleistungen an. Foto: Susanne Röthig

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