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Folge 10: Burgfreiheit und rund um den Sappi-Kreisel

01.11.2021 (sr)

Die Burgfreiheit beschreibt den Platz zwischen ehemaliger Burg und Leintor und ist eine wichtige Verkehrsader, die früher direkt in die Stadt und heute mit dem Perkwall, Südwall, dem Walter-Gropius-Ring und der Leinstraße mehrere Möglichkeiten bietet, die Innenstadt zu erreichen oder sie zu umfahren. Der Bereich bietet etwa 900 Menschen einen Arbeitsplatz, zieht werktäglich zahlreiche Kunden und Patienten an, präsentiert sich mit Bauten im Gründerzeitstil, gepaart mit Fachwerkhäusern und den sichtbaren Türmen von St. Nicolai einladend. Auch von Beständigkeit kann man durchaus sprechen. Papier wird hier seit drei Jahrhunderten hergestellt, Kreditinstitute haben ebenfalls Tradition, Raumausstattung seit Mitte der 1980er Jahre, Zahnmedizin seit fast 25 Jahren und Fitness seit fast 15 Jahren bringen Kontinuität an den Eingang zur Stadt. Steuerberater und Personaldienstleister sind hier ebenfalls zu finden. Mit dem Abriss des Dresdner Bank-Gebäudes im Jahr 2003, dem zweistreifigen Ausbau des Perkwalls und dem Bau des Kreisels hat sich vor allem die Verkehrssituation verbessert. 

Mit der von Sappi anlässlich des 300-jährigen Jubiläums im Jahr 2006 gestifteten Skulptur, die symbolisch mit Kollergang, Wasser und drei „Papierblättern“ auf die Papierherstellung hinweist, ist das Entree unverwechselbar und ein ansprechendes „Tor“ in die Stadt. „Im Rahmen dieser Umgestaltung sind wir Sappi sehr dankbar, dass die historische Brücke über den Mühlengraben zugänglich ist. Ich bin schon der Meinung, dass der Bereich um den Kreisel durchaus attraktiv ist“, so Erster Stadtrat und Baudezernent Mario Stellmacher. „Dazu trägt auch das Rosen-Team um Dr. Christian Möller bei, das sich seit vielen Jahren ehrenamtlich unter anderem neben der Pflege der Rosenbeete am Bahnhof auch um das Beet vor dem Parkplatz neben dem Sappi-Gebäude kümmert. 

Auch Anfang der 1980er Jahre gab es Veränderungen. Im Rahmen des Baus des Walter-Gropius-Rings wurde das von Heinrich Rinne 1896 erbaute Haus Guden (heute Stenzel) abgerissen. Dazu und zur von ihr gewünschten Stadtentwicklung schrieb die Urenkelin des Erbauers, Dr. med. Georga Guden, unter anderem Folgendes:     

„Es wäre für die sich nach dem Wegzug der Pädagogischen Hochschule und Kreisauflösung offenbar rückwärts entwickelnde Stadt Alfeld eine Verbesserung gewesen, wenn ….. die Innenstadt in eine Fußgängerzone umfunktioniert würde. Dort könnte man in aller Ruhe Schaufensterbummel unternehmen oder in einem Straßencafé eine Tasse Kaffee trinken und mit alten Alfeldern plaudern. So würde der Stadt Alfeld wieder eine lebenswerte und liebenswerte Gemütlichkeit gegeben, was für alle Bürger eine echte Bereicherung…. bedeuten würden.“ 

Der gesamte Text ist am 9. Mai 1981 in der Alfelder Zeitung erschienen und auf der Internetseite www.alt-alfeld.de unter der Rubrik „Bahnhofstraße“ nachzulesen. 

Fachleute, wenn es um hochwertige Produkte und handwerkliches Können geht: Monika und Thomas Stenzel machen Wohnträume wahr.  Foto: Susanne Röthig

Seit mehr als 40 Jahren: Heim-Studio Stenzel 

Seit 1980 ist Thomas Stenzel selbstständig im Bereich der Raumausstattung tätig. Nach seiner Ausbildung eröffnete er gemeinsam mit seinem Vater Hubert sein eigenes Geschäft. Zuerst an der Winzenburger Straße 43, seit 1984 im von der Familie Stenzel errichteten Wohn- und Geschäftshaus am Walter-Gropius-Ring 2. Neben Wohnungen, einer Krankengymnastik-Praxis und einer Zahnarztpraxis entstand so das Heim-Studio Stenzel im Erdgeschoss. 1985 absolvierte Thomas Stenzel seine Meisterprüfung im Raumausstatterhandwerk. Mutter Maria Stenzel und ab 1986 auch seine Ehefrau Monika Stenzel komplettierten den Familienbetrieb. 1997 zogen sich Maria und Hubert Stenzel in den Ruhestand zurück. 

Neue Wohnideen für Ihr Zuhause

Immer wieder modernisieren Thomas und Monika Stenzel ihr Geschäft, um ihren Kundinnen und Kunden zeitgemäße Raumausstattung präsentieren zu können. „Für uns ist die Lage hier optimal, wir haben kurze Wege zum Einkaufen und fühlen uns trotz der manchmal doch recht lebhaften Lage sehr wohl“, sagt das Ehepaar, das auch am Standort wohnt. Durch die Parkplätze gleich nebenan ist das Heim-Studio Stenzel für die Kundschaft gut zu erreichen. Beim Vorbeifahren und -gehen zieht die Schaufensterdekoration die Blicke auf sich. Aktuelle Farben, Stoffe, Bodenbeläge und Sicht- und Sonnenschutzanlagen zeigen, welche Möglichkeiten eine Neu- oder Umgestaltung der eigenen vier Wände eröffnen. Das Ehepaar Stenzel legt dabei größten Wert auf Individualität. „Durch eine Vorort-Beratung bei unseren Kunden können wir auf die jeweiligen Besonderheiten eingehen und bereits vorhandene Elemente und Ausstattungen optimal mit einbinden. Außerdem gibt es die Möglichkeit, auf unserer Internetseite per Raum³-Konfigurator nach eigenen Vorstellungen bequem zu Hause Stoffe, Bodenbeläge und Textilien am Bildschirm zu kombinieren. Unser eigenes Nähatelier, unsere Polsterwerkstatt und unser Reinigungsservice für Dekorationsstoffe und Bodenbeläge runden das Angebot ab“, erklärt Thomas Stenzel.  „Raumausstattung ist viel mehr als Gardinen zu nähen, zu tapezieren und Fußboden zu verlegen. Wir haben neben den Wünschen unserer Kundschaft immer das Ganze im Blick und finden dann gemeinsam harmonische Lösungen“, so der 60-Jährige. 

Hochwertige Produkte und 

professionelles Handwerk  

Ob Gardinen, Polsterstoffe, Sonnen-, Sicht- und Insektenschutz, Bodenbeläge, Wandgestaltung: Das Heim-Studio Stenzel bietet als Raum³-Premium Partner hochwertige Produkte namhafter Hersteller, besten Service und professionelles Handwerk.  „Leider musste unsere Feier zum 40-jährigen Bestehen im letzten Jahr Corona bedingt ausfallen“, bedauern beide. „Gefreut haben wir uns, dass unsere Kundinnen und Kunden uns auch in der Lockdown-Zeit die Treue gehalten und uns so unterstützt haben.“    

Heim-Studio Stenzel
Walter-Gropius-Ring 2, 31061 Alfeld
Tel. 05181/5657
E-Mail: heimstudio.stenzel@t-online.de    
www.stenzel-alfeld.de
Öffnungszeiten:
Mo bis Fr. 8.30 bis 13 Uhr und 14.30 bis 18 Uhr
Mittwochnachmittag geschlossen 
Termine auch nach Vereinbarung 

Das Team der Zahnarztpraxis Krumsiek (von links): Julia Meißner, Yves Helmsen, Alessia Zarro, Mareike Hübner, Tina Schneider, Melissa Hopp und Marc Krumsiek.  Foto: Susanne Röthig

Zahngesundheit und ein schönes Lächeln

Schöne und gesunde Zähne bedeuten Lebensqualität. Doch der Zahnarztbesuch ist nicht bei jedermann beliebt. Behutsam und individuell geht das Team der Zahnarztpraxis Krumsiek auf die individuellen Bedürfnisse seiner Patienten ein, um eine erfolgreiche und stressfreie Behandlung zu ermöglichen. Je früher kleine Schäden an den Zähnen behoben werden, desto länger bleiben diese erhalten und dienen somit der Gesamtgesundheit. Seit knapp 25 Jahren ist Marc Krumsiek am Walter-Gropius-Ring 2 tätig, um seinen Patientinnen und Patienten mit dem gesamten Spektrum der medizinischen Zahnheilkunde ein gesundes und schönes Lächeln zu ermöglichen. Durch ständige Fortbildungen und junge Assistenzärzte behandelt die Praxis nach der aktuellen Hochschullehre und greift zusätzlich auf langjährige Erfahrung zurück. 

Team soll vergrößert werden

Aufgrund des ständig wachsenden Patientenstammes möchte Marc Krumsiek sein Team, das aus Zahnarzt Yves Helmsen und den zahnmedizinischen Fachangestellten Julia Meißner, Alessia Zarro, Tina Schneider, Melissa Hopp und Mareike Hübner besteht, erweitern. „Wir freuen uns auf Bewerbungen von zahnmedizinischem Fachpersonal, das Spaß an der Arbeit mit Menschen hat und in einem engagierten Team arbeiten möchte“, so der Zahnmediziner. 

Kein Grund zum Zähneknirschen: Prophylaxe und kosmetische Zahnstellungskorrekturen 

Eine gute Zahngesundheit beginnt mit der Prophylaxe. Während einer professionellen Zahnreinigung werden Schwachstellen oder schwer zugängliche Zahnzwischenräume gründlich gesäubert und es gibt Tipps vom Profi, mit welchen Hilfsmitteln auch zu Hause ein besseres Reinigungsergebnis erzielt werden kann. „Prophylaxe und parodontologische Behandlungen sind für einen gesunden Zahnhalteapparat wichtige Bausteine“, erläutert Marc Krumsiek im Gespräch mit der SIEBEN. Sollte dennoch ein Loch gefüllt werden müssen, sieht der Zahn durch eine passende Komposit-Füllung wieder perfekt aus. Auch optisch gibt es viele Möglichkeiten: Fast unsichtbare sogenannte Aligner-Schienen erlauben kosmetische Zahnstellungskorrekturen. Durch geklebte Hochleistungskeramik, die computergestützt im CAD/CAM-Verfahren aus einem Stück in höchster Präzision gefräst wird, ist perfekte Ästhetik zu erreichen. Neben der Optik sollten aber auch Schutzmaßnahmen nicht unterschätzt werden. Knirschen beispielsweise schädige die Zähne und den gesamten Kauapparat nachhaltig. Das nächtliche Tragen einer passgenau erstellten Schiene schone die Zahnsubstanz und sorge für erholsameren Schlaf, so der Zahnarzt.   

Zahnersatz notwendig?

Manchmal ist ein Zahn trotz aller Pflege nicht zu retten. Um Brücken oder Kronen im CAD/CAM-Verfahren anzufertigen, können die Zähne neben der konventionellen Abformung auch per Intraoralscanner direkt im Mund erfasst und als digitaler Datensatz ins Zahntechnische Labor transferiert werden. Abdrücke und Würgereiz gehören so der Vergangenheit an. Implantate mit eventuell notwendigem Knochenaufbau sind eine weitere Möglichkeit und schließen Zahnlücken perfekt. Die Zahnarztpraxis Krumsiek bietet ihren Patienten immer die für sie optimale Lösung an, erläutert Kosten, die nicht von der Krankenkasse bezahlt werden, und überweist an Fachkollegen, sollte eine Behandlung einmal nicht vor Ort möglich sein. 

Parkplätze nebenan und barrierefreier Zugang möglich  

Die Zahnarztpraxis Krumsiek ist barrierefrei durch einen Treppenlift zu erreichen und Parkplätze direkt neben dem Gebäude sorgen für komfortable Erreichbarkeit. 

Curd-Werner Kelm (links) und Lennart Sandrock (rechts) freuen sich mit Uwe Höltgebaum, dass sein Training Erfolg hat: Knie- und Rückenprobleme sind verschwunden. Foto: Susanne Röthig

„Fürchte dich nicht vor dem langsamen Vorwärtsgehen, fürchte dich nur vor dem Stehenbleiben.“

Die chinesische Weisheit umschreibt das Konzept des medi³ in Alfeld sehr genau. „Wir sind kein Life-Style-Studio, sondern haben uns therapeutisch ausgerichtet. Physiotherapie, medizinische Fitness und Rücken- und Gelenkzentrum sind die drei Säulen unseres gesundheitsorientierten Trainings“, erläutert Curd-Werner Kelm, der gemeinsam mit Melanie Witteweg die medi³ GmbH führt.  Mit 21 weiteren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern sind beide seit fast 15 Jahren für ihre Mitglieder und Patienten mit viel Herzblut da.   

Standort Burgfreiheit bewusst gewählt 

„2007 haben wir bewusst den Standort Burgfreiheit gewählt, da wir gut erreichbar sein und die Innenstadt damit stärken wollen. Viele unserer Mitglieder, Patientinnen und Patienten nutzen beispielsweise vor Beginn der Arbeitszeit oder in der Mittagspause, die Möglichkeit zum Training oder zur Behandlung. Die Parkplatzsituation ist für uns optimal und im Laufe der Zeit haben wir durch Hinzunahme weiterer Räume mittlerweile rund 800 Quadratmeter, auf denen wir Menschen nach Krankheit, Verletzung oder zum Erhalt ihrer Gesundheit wieder in Bewegung bringen und unseren Mitgliedern durch Kurse und Trainingsmöglichkeiten zu mehr körperlicher Fitness verhelfen können. „Das Bewusstsein ist gerade bei Menschen jenseits der 40 stark gewachsen, dass sie etwas für sich tun wollen, um länger, gesünder und selbstbestimmter zu leben“, sagt Lennart Sandrock. „Aber wir stellen zunehmend fest, dass sich auch viele jüngere Menschen für unser gesundheitsorientiertes Training begeistern.” Seit drei Jahren arbeitet er im Rahmen seines dualen Studiums im Gesundheitsmanagement im medi³ und ist Ansprechpartner für Mitglieder und Patienten, entwickelt mit den Physiotherapeuten individuelle Trainingspläne und betreut unter anderem die Social-Media-Kanäle des medi³. „Patienten, die unsere Arbeit schätzen, nutzen später oft unsere anderen Einrichtungen und Angebote, um sich rundum gut bewegt zu wissen.“ 

Muskeln sind Kraftpakete für den gesamten Körper

„Muskeln sind für unsere Bewegung und den aufrechten Gang wichtig, stabilisieren unsere Gelenke und schützen sie vor vorzeitigem Verschleiß, sie produzieren Hormone, die der Körper benötigt, sorgen für Durchblutung und eine gute Sauerstoffsättigung. Eine gesunde Muskulatur bedeutet somit viel mehr als gutes Aussehen. Viele Beschwerden, gerade im Lendenwirbelbereich, haben ihre Ursache in verkürzter Muskulatur, die beispielsweise durch häufiges Sitzen entstehen kann“, weiß Curd-Werner Kelm. „Mit unserem five-Trainingskonzept (durchgeführt nach § 20 und von den Krankenkassen gefördert) dehnen wir die Muskeln auf, sodass Schmerzen nach einer gewissen Trainingszeit im Idealfall verschwinden. „Als ich hergekommen bin, hatte ich Knie- und Rückenprobleme. Die sind jetzt weg“, freut sich Uwe Höltgebaum, der regelmäßig seine Trainingszeiten absolviert. 

Firmenfitness im Rahmen des betrieblichen Gesundheitsmanagements als Partner von Hansefit

Neben der Versorgung von Patienten, den vielfältigen Trainingsmöglichkeiten für Mitglieder in den Bereichen Herz-Kreislauf, Rücken und Gelenke, der Betreuung nach einer stationären Reha-Maßnahme,  verschiedenen Kursangeboten, Ernährungsberatung ohne Nahrungsergänzungsmittel, nutzen auch Firmen das Angebot des medi³ als Partner von Hansefit, um ihren Mitarbeitenden die Möglichkeit zu geben, sich gesund und fit zu halten.

Mehr als Zirkeltraining: milon medical

Das Ganzkörpertraining an verschiedenen Stationen ist ein Mix aus Kraft- und Ausdauereinheiten. „Mittels der Chipkarte stellen sich die Geräte individuell auf die Trainierenden ein, wir können Fortschritte erkennen, erläutern diese dem Kunden und nehmen bei Bedarf Veränderungen vor, um ein optimales Training zu gewährleisten“, so Curd-Werner Kelm.  

Trainingsbetrieb läuft wieder reibungslos / 3G-Regelung / Probetraining möglich

Im medi³ gilt die 3G-Regelung. Luftreinigungsgeräte sorgen für saubere Raumluft. „Der Trainingsbetrieb ist wieder, unter Einhaltung der Hygienevorschriften, möglich. Die Kurse finden zurzeit noch mit reduzierter Teilnehmerzahl statt“, erklärt Lennart Sandrock. „Während des Lockdowns konnten wir zumindest für unsere Patientinnen und Patienten, die aufgrund ihrer Erkrankung einen Anspruch auf Behandlung hatten, da sein. Unsere Mitglieder haben wir mit online-Angeboten versorgt“, so Curd-Werner Kelm. Wer sich die Trainingsmethoden und -möglichkeiten in modernem Ambiente anschauen und ausprobieren möchte, vereinbart einfach einen Termin und lässt sich unverbindlich beraten. 

Kontaktdaten:
medi³ GmbH
Burgfreiheit 4, 31061 Alfeld
Tel.: 05181 – 8 49 24 10
E-Mail: info@medi3.de

Öffnungszeiten:
Mo. bis Fr.: 7.00 bis 21.00 Uhr
Sa.: 10.30 bis 14.30 Uhr
So.: 9.00 bis 14.30 Uhr

kelm medi³
Steintorstraße 5, 31028 Gronau
Tel.: 05182 – 94 85 94
E-Mail: info@kelm-medi3.de

Öffnungszeiten:
Mo. bis Do.: 7.00 bis 20.30 Uhr
Fr.: 7.00 bis 20.00 Uhr

 Niklas Augustin (von links), Helena Losev und Boris Seligmann sind Ansprechpartner für Deutsche Bank-Kunden und solche, die es werden möchten. Foto: Susanne Röthig

Deutsche Bank Finanzagentur Alfeld: Beratung neu erleben

An der Adresse Burgfreiheit 5 hat das Bankgeschäft eine lange Tradition. Zuerst als Alfelder Aktien Bank, später als Deutsche Bank-Filiale. 2016 stellte die Großbank ihre Filialtätigkeit in Alfeld auf eine Finanzagentur um. Separierte Büros sorgen für eine ungestörte Beratung und am Serviceschalter ist Helena Losev für die Kunden die wichtigste Ansprechpartnerin. „Wir nehmen uns Zeit für die jeweiligen Belange unserer Kundinnen und Kunden und suchen nach optimalen Lösungswegen“, erklärt Boris Seligmann, Finanzagenturleiter der Deutschen Bank in Alfeld. Für den selbstständigen Finanzberater und sein Team, das aus fünf Beratern und einer Servicekraft besteht, ist der persönliche Kontakt zu seinen Kunden besonders wichtig. „Das war auch während des Lockdowns so. Unsere Kunden konnten uns während dieser Zeit aufsuchen und sich in der Krise beraten lassen“, sagt Boris Seligmann.

Burgfreiheit 1916 mit der Alfelder Aktien Bank. Rund 20 Jahre später entsteht das Sparkassengebäude nebenan. Foto: alt-alfeld.de

Finanz-Check zeigt Ist-Situation auf 

Und das Angebot, das die Finanzagentur bietet, kann sich sehen lassen. „Ob Baufinanzierung, Altersvorsorge, Geldanlage, Zahlungsverkehr oder Versicherungen: Wir können in allen Bereichen auf eine große Palette zurückgreifen, die nicht nur aus Produkten des eigenen Hauses besteht. Vor allem entstehen keine zusätzlichen Beratungskosten für den Kunden, diese sind wie in einer normalen Filiale angesetzt. Wir suchen und finden für unsere Kundschaft die Lösungen, die zu ihnen passen. Neben den Produkten der Deutschen Bank wählen wir aus Fonds, Versicherungen und Finanzierungslösungen aus, die in ihrem Segment Marktführer sind.“ Mit einem Finanz-Check können Kunden selbst auf der Internetseite ihre finanzielle Situation erfassen oder diesen im direkten Gespräch mit dem Berater durchführen. „Es geht uns darum, unsere Kunden in finanziellen Angelegenheiten über die Möglichkeiten, die sie haben, aufzuklären. Auf Fördermöglichkeiten, die bei einer Finanzierung beantragt werden können, weisen wir ebenso hin wie beispielsweise auf die Inanspruchnahme der Wohnungsbauprämie in Verbindung mit einem Bausparvertrag. Als selbstständige Finanzberater haben wir ein großes Interesse daran, unsere Kundinnen und Kunden gut und umfassend zu beraten. Wir wollen uns vom Standard abheben und „Leistung aus Leidenschaft“ ist nicht nur eine Floskel. Nehmen Sie uns beim Wort und testen Sie uns“, so Boris Seligmann.            

Service ist kein Fremdwort / Barrierefreier Zugang vom Südwall

Neben dem Beratungsangebot ist die Finanzagentur auch Dienstleister für Deutsche Bank-Kunden, die nach der Umstrukturierung von der Filiale Einbeck betreut werden. Geldautomat und Kontoauszugsdrucker stehen weiterhin vor Ort zur Verfügung und sind über den Eingang vom Südwall während der Öffnungszeiten der Finanzagentur auch barrierefrei zu erreichen. „Frau Losev ist eigens für den Service und zur zusätzlichen Unterstützung der Berater eingestellt worden: Selbstverständlich leiten wir Überweisungen weiter oder helfen bei Fragen beispielsweise zum Online-Banking weiter. Service ist für uns kein Fremdwort“, verspricht Niklas Augustin, der gemeinsam mit Boris Seligmann vor Ort als Berater und Ansprechpartner zur Verfügung steht. „Unsere anderen Berater sind weitestgehend aus dem Homeoffice tätig“, erklärt der Finanzagenturleiter. Damit immer ausreichend Zeit für eine gute Beratung bleibt, empfiehlt es sich, einen Termin zu vereinbaren. 

Kontakt:
Selbstständige Finanzberater
für die Deutsche Bank
Finanzagentur Alfeld
Burgfreiheit 5, 31061 Alfeld
Tel.: 05181 – 8 55 98 10
Tel.: 05181 – 8 55 98 11 – Assistenz Helena Losev

Mobil: 0172-4 26 39 04
E-Mail: boris.seligmann@db.com

Öffnungszeiten:
Mo. und Fr.: 10.00 bis 13.00 Uhr
Di.: 10.00 bis 13.00 Uhr und 14.00 bis 18.00 Uhr
Mi.: Termine nach Vereinbarung
Do.: 14.00 bis 18.00 Uhr
Andere Beratungszeiten nach telefonischer Absprache.

Susanne und Lukas Chlebusch entwerfen, planen und entwickeln Immobilien in der Region Leinebergland und darüber hinaus. Foto: Susanne Röthig

Susanne und Holger Chlebusch liefern seit 30 Jahren Architektur- und Ingenieurleistungen 

„Unser Kerngeschäft als technologie- und entwicklungsorientiertes Architektur- und Ingenieurbüro ist die Planung, Statik, Bauleitung und Gutachtenerstellung von Gewerbeobjekten im Stahlbeton-Fertigteil-Segment“, erläutert Holger Chlebusch. „Unsere Kunden schätzen die Ausarbeitung von wirtschaftlichen Baulösungen aus einer Hand“, so der Bauingenieur weiter. Seit 1992 sind die Architektin Susanne Chlebusch und ihr Mann Holger in dieser Branche tätig. Firmen wie Kelpe Bikes, Meyer Seals, Alukant Technik, Rissmann Autoshop, Mucola GmbH und Hamelin haben beide bei der Verwirklichung der Neubauten in der Region mit Rat und Tat zur Seite gestanden. Spezialisiert sind die Fachleute auf die Konstruktion von Fabrikationshallen sowie auf den Bau von Einzelhandelsimmobilien bundesweit. „Aufgrund des hohen Spezialisierungsgrads wird es immer schwieriger am Standort Alfeld geeignete Fachkräfte zu finden. Wir sind daher froh, dass wir so ein kompetentes Team von Bauzeichnern und Ingenieuren in den letzten Jahren zusammenstellen konnten, würden uns aber über einen weiteren Zuwachs sehr freuen“, erklärt Susanne Chlebusch.

Die 1910 erbaute Immobilie – Standort der Finanzagentur der Deutschen Bank, des Architektur- und Ingenieurbüros Chlebusch und einer Zahnarztpraxis. Foto: Susanne Röthig
Diese Zeichnung des Architekten Andresen von 1909 schmückt heute die Büroräume der Familie Chlebusch. Foto: Susanne Röthig

Hochwertiger Wohnraum fehlt in Alfeld

Seit 2015 ist das Büro, in dem auch Sohn Lukas Chlebusch mitarbeitet, unter der Adresse Burgfreiheit 5 zu finden. Die im Jahr 1910 von dem Hannoveraner Architekten H. J. Andresen für die Alfelder Aktien Bank erbaute Immobilie ist Eigentum der Familie Chlebusch. 76 original erhaltene Holzstufen und ein Fahrstuhl führen in den obersten Stock, in dem geplant und entwickelt wird. „Neben der Planung und Erstellung von Objekten, gehört die Immobilienentwicklung zu unseren Tätigkeitsfeldern. Dafür suchen wir in der Region passende Grundstücke in der Größenordnung ab 2 000 Quadratmetern“, erläutert Lukas Chlebusch. Der 32-Jährige arbeitet neben seiner Tätigkeit in Alfeld als selbstständiger Berater im Team des Immobilienvermittlers Engel & Völkers in Braunschweig.  Den Standort Burgfreiheit bewertet er durch den barrierefreien Zugang mit dem Fahrstuhl als gut. Lukas Chlebusch ist in Alfeld aufgewachsen und lebt mit seiner Familie in Braunschweig. „Durch die enormen Preise für Wohnimmobilien in und um die Großstädte sind die ländlichen Regionen wieder mehr in den Fokus von Investoren gerückt. Das lässt die Immobilienpreise auch in Alfeld ansteigen“, so Lukas Chlebusch. „Natürlich kann ich Braunschweig nicht mit Alfeld vergleichen, aber mit meiner Familie gehe ich in die Stadt, um etwas zu erleben. Kulturelle Veranstaltungen oder besondere gastronomische Events lassen die Stadt pulsieren, der Einkauf wird fast zur Nebensache, findet aber trotzdem statt. Da gilt es in Alfeld, Akteure zu mobilisieren, die in dieser Richtung tätig werden. Es müsste für die aus Großstädten zugezogenen Bürger, die sich aufgrund der Preisstruktur und des Platzangebotes auf dem Land für das Leinebergland entschieden haben, eine Willkommens-Kultur in der Stadt etabliert sein, um sie einzubinden. Der innerstädtische Kern muss als Begegnungsraum wieder attraktiver werden. Eine Idee wäre zum Beispiel eine Art „Social Dining“ wie das bekannte White Dinner mit den Bürgern von Alfeld in der Innenstadt. Den Mittelzentren wird voraussichtlich in der nächsten Zeit eine größere Bedeutung zukommen. Viele ältere Menschen werden aus den Ortsteilen aufgrund der Infrastruktur und ihrer großen Grundstücke, die sie oft nicht mehr selbst pflegen können, wegziehen müssen. Das Mittelzentrum bietet Kontaktmöglichkeiten, bessere Mobilität, ärztliche Versorgung und Einkaufsmöglichkeiten. Dafür benötigt Alfeld aber hochwertigen, barrierefreien Wohnraum in der Stadt oder innenstadtnah. Ich sehe hier die Politik gefordert, noch mehr Anreize für Investoren zu schaffen, in den Mittelzentren zu investieren. Das gilt auch für die medizinische Versorgung. Da wir aktuell einen Nachmieter, der gut in die Hausgemeinschaft Burgfreiheit 5 passt, suchen und sich die Räume beispielsweise durchaus als Arztpraxis eignen, habe ich mich bei der Kassenärztlichen Vereinigung erkundigt. Leider besteht, so wurde mir mitgeteilt, zurzeit kein Interesse eines Arztes oder einer Ärztin am Standort Alfeld. Hier erscheint mir ein dringender Handlungsbedarf“, führt Lukas Chlebusch aus. 

Für den Kaiserhof bedarf es einer Lösung

„Da uns die Immobilienentwicklung am Herzen liegt, bin ich immer wieder entsetzt über den Anblick des Kaiserhofgeländes. Seit Jahren tut sich nichts auf dem Abbruchgelände. Für Besucher, Touristen und auch für uns als Bürger ein schwer erträglicher Zustand. Mir ist natürlich die Problematik rund um die Seveso III-Richtlinie bekannt, aber so darf ein Eingang in die Stadt nicht über einen so langen Zeitraum aussehen“, sagt Susanne Chlebusch. „Ich vermisse hier den Willen aller Beteiligten, dieses und auch andere geplante Bauprojekte auf den Weg zu bringen und damit ein Zeichen für eine zukunftsweisende Stadtentwicklung zu setzen. Wir benötigen dringend eine solche, um für Fachkräfte, die wir alle brauchen, ein attraktives Umfeld zu schaffen.“ 

Kontaktdaten:
Chlebusch
Architektur- & Ingenieurbüro
Burgfreiheit 5, 31061 Alfeld
Tel: 05181 – 2 68 29
www.chlebusch.de

 Meike Heinbokel, Stefan Tisemann (beide Privatkundenberatung), Bernd Lupas (Vermögensberatung), Olaf Frank (Geschäftsstellenleiter) und Joachim Melcher (Vermögensberatung) stehen neben 22 weiteren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern Firmen- und Privatkunden rund um die Themen Finanzierung, Immobilien, Vermögensberatung, Versicherungen und Service in der Alfelder Geschäftsstelle zur Verfügung. Foto: Susanne Röthig

Sparkassenwesen in Alfeld nicht erst seit 1937

Für die meisten Alfelder ist die Sparkasse an der Burgfreiheit verortet. Bereits 1840 gab es eine Privatsparkasse, 1846 ist die Adresse des Kaufmanns Dralle an der Leinstraße 18 als Standort genannt. Dralle selbst war auch Kassierer. 1875 beherbergte das Ravenhaus an der Perkstraße die Geschäftsräume, 1888 dann das Kreisständehaus. Aufgrund des stets wachsenden Sparkassenbetriebes wurden diese schnell zu klein. Ende 1904, nach Abbruch einiger Häuser, entstand an der Ständehausstraße ein Neubau. Ein Schätze bewachender Löwe und ein Bienenstock, die heute noch die Außenfassade zieren, symbolisieren Fleiß und Sparsamkeit. 1927 richtete die Kreissparkasse eine zweite Geschäftsstelle an der Leinstraße 30 (heute Rossbach) ein. Im Dezember 1936 wurde der Grundstein für den Neubau Burgfreiheit 4 gelegt, am 17. September 1938 erfolgte die Einweihung. Die Standorte Süd (Göttinger Straße), West (Steinköpfen), Nord (Hildesheimer Straße) und Ost (Winzenburger Straße) kamen hinzu und sind, unter anderem durch die Einführung des online-Bankings und der SB-Geräte bereits lange wieder Geschichte. Erweiterungsbauten schlossen sich 1990 und 1996 am Gebäude Burgfreiheit an. 

Großzügige Kassenhalle, SB-Geräte, Parkplätze und Anfahrt mit öffentlichen Verkehrsmitteln direkt vor den barrierefreien Eingang: Die Geschäftsstelle Alfeld der Sparkasse Hildesheim Goslar Peine ist gut zu erreichen. Foto: Susanne Röthig
Am Nebeneingang ist das Baujahr 1937 zu lesen. Der Türrahmen ist mit für die damalige Zeit typischen Darstellungen verziert.  Foto: Susanne Röthig

Industrie-Kultur-Pfad informiert über Unternehmen

Alle Informationen sind weit ausführlicher auf der Info-Tafel des Industrie-Kultur-Pfades nachzulesen. Der Pfad, der von Margarete Behrens, Gerhard Kraus und Heiko Stumpe gemeinsam mit den beteiligten Unternehmen entwickelt und umgesetzt wurde, zeigt die Bedeutung Alfelds als Industriestandort auf. Seit 2005 ist die Alfelder Sparkassen-Geschichte Teil der Sparkasse Hildesheim, die mittlerweile zur Sparkasse Hildesheim Goslar Peine geworden ist. Aufgrund der Fusionen arbeitet deutlich weniger Personal an der Burgfreiheit, sodass die einstigen Sparkassenräume von einer Steuerberatungsgesellschaft, einem Spezialisten für Zeitarbeit und dem Therapie-, Sport- und Rückenzentrum medi³ genutzt werden. Kunden profitieren von der guten Parkplatzsituation und dem barrierefreien Zugang rund um die Uhr.   

Sparkasse: Immer bestens beraten

Wenn man an seine finanziellen Angelegenheiten denkt, sollte man sich entspannt zurücklehnen können. Wer das nicht kann, sollte das schnell ändern. Und zwar mit einer Beratung bei der Sparkasse – das geht persönlich vor Ort, aber auch per Telefon, als Videoberatung oder im Chat. 

„Externe Tester bestätigen der Sparkasse immer wieder, dass dort bestens beraten wird. Die Sparkasse Hildesheim Goslar Peine ist die beste Bank in Niedersachsen in der Beratung Privatkunden (Deutsches Instituts für Bankentests GmbH). Das ergab der Bankentest Hildesheim des Deutschen Instituts für Bankentests und der Zeitung „Die Welt“. Dabei prüfen externe Tester die Qualität der Bankberatung anhand objektiver Kriterien. Die Sparkasse konnte die Prüfer, die ihre Tests „undercover“ durchführen, voll und ganz überzeugen“, so das Kreditinstitut.

In der Beratung Privatkunden und Fimenkunden konnte die Sparkasse sogar auf Niedersachsenebene den Sieg erringen. Dieser Erfolg macht die Sparkasse stolz und spornt sie an, auch in Zukunft ihren Kundinnen und Kunden die besten Lösungen aufzuzeigen. Bemerkenswert ist, dass nicht nur die Beratung ausgezeichnet wurde, sondern auch das Online-Angebot. Damit bietet die Sparkasse das Beste aus beiden Welten: Top-Beratung zu allen Fragen rund um die Finanzen und ein Online-Angebot, mit dem alltägliche Geldgeschäfte so einfach und bequem wie nie sind.

In Zeiten der Pandemie besonders wichtig: Beratungen bietet die Sparkasse nicht nur persönlich vor Ort an, sondern auch telefonisch, per Chat und per Video. Um gerade auch Berufstätigen eine umfassende Beratung zu ermöglichen, bietet die Sparkasse Termine in der Zeit von „8 bis 8“. Das heißt, für die Zeit zwischen 8.00 und 20.00 Uhr können Termine für Beratungsgespräche vereinbart werden. Das ist persönlich vor Ort, telefonisch unter 05121 871-0 und online unter www.sparkasse-hgp.de/termin möglich.

Das Engagement der Sparkasse 

Engagierte Vereine, tolle Projekte, motivierte Menschen – unsere Region ist lebendig und vielfältig. Weil sie möchte, dass das so bleibt, zeigt die Sparkasse gern ihr Herz für die Region und unterstützt jedes Jahr vor Ort Projekte mit rund zwei Millionen Euro. Jetzt hat sie dieses Engagement um einen wichtigen Baustein erweitert. Während ihr eigenes Engagement erhalten bleibt, bietet sie jetzt auch zusätzlich allen Bürgerinnen und Bürgern die Möglichkeit, sich aktiv mit einzubringen. Für gemeinnützige Vereine und Einrichtungen ebenso wie für die privaten Spender ist diese neue Leistung natürlich kostenfrei.

www.heimatherzen.de – Vorteile für gemeinnützige Vereine und Organisationen

Ab sofort können gemeinnützige Vereine und Einrichtungen auf www.heimatherzen.de für Ihr Projekt auch bei Privatpersonen um Spenden werben. Somit können alle interessierten Bürgerinnen und Bürger Ihre Herzensprojekte unterstützen. Einfach Projekt hochladen, und los geht’s: ob Matschmaschine für den Kindergarten oder neue Vorhänge für den Theaterverein. Anschließend können Vereine über ihre analogen und digitalen Netzwerke Werbung für ihr Projekt machen – zum Beispiel via Link von der Plattform heimatherzen.de per Mail, Facebook oder WhatsApp. Alle Interessierten können dann das Projekt mit einer Privatspende unterstützen. Projekte, die mit einer Privatspende unterstützt werden können, sind in der Rubrik „Projekte entdecken“ zu finden. „Es gibt in unserer Region viele Herzensprojekte – mit heimatherzen.de helfen wir dabei, sie zu realisieren“, so die Sparkasse. 

www.heimatherzen.de – Vorteile für Privatpersonen

Nur registrierte Vereine und Organisationen, die von der Sparkasse bestätigt und geprüft wurden, können Projekte hochladen. Bei der Registrierung wird auch die Gemeinnützigkeit geprüft. Dadurch haben Bürgerinnen und Bürger, die mittels einer Privatspende Projekte unterstützen möchten, die Gewissheit, dass sie im steuerrechtlichen Sinne spenden. Auf Wunsch erhalten Privatspender eine Zuwendungsbestätigung von den Vereinen. 

Kontaktdaten:
Sparkasse Hildesheim Goslar Peine
Geschäftsstelle Alfeld
Burgfreiheit 4
Tel.: 05121 – 871-0

Öffnungszeiten:
Mo., Di. und Do.: 9.00 bis 13.00 Uhr und
14.00 bis 18.00 Uhr
Mi. und Fr.: 9.00 bis 13.00 Uhr
Termine außerhalb der Öffnungszeiten nach Vereinbarung

Viele Arbeitsplätze, die durch ständige Investitionen auch in Zukunft gesichert werden sollen: Sappi ist für Alfeld von enormer Bedeutung. Foto: Susanne Röthig

Papier seit 315 Jahren

Papier gehört zu Alfeld wie Bier zu Einbeck und der Räuber Lippold zu Brunkensen. Fast alle Alfelder kennen jemanden, der mit der Papierfabrik verbunden war oder ist. 1706 erhielt der Papiermeister Justus Herman Spies aus Relliehausen bei Dassel von Rat und Bürgermeister der Stadt Alfeld die Genehmigung zum Bau einer Papiermühle. Diese stand auf dem Gelände der heutigen AOK. Im 18. Jahrhundert wechselte sie häufig den Besitzer. 1755 trat Andreas Jordan Woge als Geselle in den Betrieb ein, pachtete 20 Jahre später die Papiermühle und sorgte für eine Familientradition, die fast 150 Jahre anhalten sollte. Die Gebrüder-Woge-Straße erinnert an diese Zeit. Ab 1846 leiten die Brüder Carl Heinrich Ludwig und Karl August Ludwig Woge die Fabrik in dritter Generation. Unter anderem durch die 1853 in Betrieb genommene Bahnstrecke vollzieht sich zu dieser Zeit der Wandel vom Papierhandwerk mit Bütte und Handschöpfrahmen zur industriellen Produktion. Rund 20 Jahre später, das Werk in Gronau kam zum Alfelder Betrieb dazu, wird die Firma „Gebrüder Woge“ in die Aktiengesellschaft „Hannoversche Papierfabriken Alfeld-Gronau vormals Gebrüder Woge“ umbenannt. Der finanzielle Grundstein für technische Erweiterungen war somit gelegt. 

Ausrichtung auf Spezialpapier

Dr. Gustav Jansen richtete das Unternehmen während des wirtschaftlichen Zusammenbruchs vor Ende des 2. Weltkrieges erstmals auf Spezialpapier aus, was auch für den Neuanfang entscheidend war. Im September 1945 nahm die Papierfabrik nach fünf Monaten Stillstand die Produktion mit etwa 400 Mitarbeitenden wieder auf. 1971 erwarb der schwedische Konzern NCB die Aktienmehrheit der Hannoverschen Papierfabriken. 1992 ging diese Beteiligung an die Sappi Limited. 1998 erfolgte die Umbenennung des Werkes in „Sappi Alfeld“. 

Teil des Industrie-Kultur-Pfades

Diese Informationen sind teilweise Auszüge aus den Info-Tafeln des Industrie-Kultur-Pfades, die am Sappi-Kreisel zu finden sind. Sie dokumentieren anschaulich mit vielen Abbildungen den Werdegang der Papierfabrik und geben Aufschluss, wie Papier an der Adresse Mühlenmasch 1 hergestellt wird. Viele weitere Fotos auf www.alt-alfeld.de zeigen Industriegeschichte und geben Einblick in frühere Zeiten rund um die Burgfreiheit. Sie erinnern auch daran, dass ein Teil des Werkes wie etwa die frühere Zellstofffabrik einst im Randbereich der heutigen Altstadt angesiedelt war und die Zufahrt erfolgte unter anderem über die Burgfreiheit. Eine Rohrleitung war über die Burgfreiheit verlegt worden, um die damalige Zellstofffabrik mit Dampf versorgen zu können.

Fachkräfte von morgen werden selbst ausgebildet 

Auch nach 315 Jahren ist die Bedeutung der Papierfabrik für Alfeld ungebrochen. Sappi Alfeld hat sich in den vergangenen Jahrzehnten in ein modernes Unternehmen mit internationaler Ausrichtung entwickelt. Die Entscheidung, sich voll und ganz auf die Herstellung von Spezialpapier und Verpackungen zu konzentrieren, war ein wichtiger Beitrag zur Standortsicherung. Auch wenn Arbeitsplätze im Zuge starker Automatisierung und durch den Einsatz von Robotern reduziert worden sind: Sappi Alfeld ist und bleibt mit seinen rund 800 Mitarbeitenden die Keimzelle für innovatives Spezialpapier. Das Unternehmen bildet seine Fachkräfte von morgen selbst aus und hat sich als attraktiver Arbeitgeber etabliert. Spezialpapier aus Alfeld ist weltweit gefragt. Es ist ein nachhaltiges Produkt und löst vor allem im Einzelhandel immer häufiger Plastikverpackungen ab.

Fünf Papiermaschinen mit Breiten von 3,3 bis 4,8 Metern gewährleisten eine effiziente Herstellung von gestrichenen und ungestrichenen Spezialpapieren sowie gebleichtem Vollkarton (SBB-Karton). Die PM 2 ist eine von ihnen. Foto: Sappi
Die Torinschrift erinnert an das 300-jährige Jubiläum im Jahr 2006. Foto: Susanne Röthig

„Big Rockstar“ sorgt 2022 für neue Arbeitsplätze 

Die Papierfabrik Sappi und Alfeld sind seit mehr als 300 Jahren untrennbar verbunden. „Wir sind für Alfeld unverzichtbar. Als größter Arbeitgeber und Auftraggeber für eine Vielzahl von Firmen und Lieferanten sorgen wir dafür, dass die lokale Wirtschaft brummt“, sagt Thomas Rajcsanyi. Er ist seit 2015 Geschäftsführer der Sappi Alfeld GmbH. Unter seiner Regie werden viele Millionen in das Werk investiert. 2022 geht eine neue, einzigartige Beschichtungsmaschine in Betrieb, die die Herstellung von Hochbarrierepapieren ermöglicht. Sie sind vor allem in der Lebensmittelindustrie stark gefragt. Die Maschine mit dem Projektnamen „Big Rockstar“ sorgt für bis zu 50 neue Arbeitsplätze in Alfeld. 

Das besondere Alfelder „A“ ist unter anderem (von links) an der Mühlengrabenbrücke, an der oberen Warnemühle (Restaurant Olympia), am Rathaus und am Warneverteiler zu finden. Foto: Susanne Röthig

Infos vom Stadtführer Michael Rüdiger – Es stand einst eine Burg…

Das ist der Titel eines weitbekannten (Kinder-)Buches, in dem die Faszination der Entstehung und des Aussehens einer Burg anschaulich beschrieben und illustriert wird. Die Menschen, die in ihrem Schutz lebten und dadurch vielfältige Vorteile genossen, waren übrigens die „Bürger“. 

So war das auch in Alfeld.  Allerdings: Wie diese Burg ausgesehen hat, wie groß sie war und wie sie sich entwickelte und wann genau sie gebaut wurde, weiß niemand – es gibt keine Bilder und kaum präzise Aufzeichnungen darüber. Schade eigentlich! Was wäre eine solche Burgruine heute für eine touristische Attraktion für Alfeld! 

Wir wissen lediglich, wo sie einmal gestanden hat: auf einem Erdhügel gegenüber der Deutschen Bank und der Sparkasse. Daneben befand sich der Mühlengraben.  Die Straßenbezeichnung „Burgfreiheit“ ist alles, was heute noch darauf hinweist. Die Lage dieser dem Bischof von Hildesheim gehörenden Burg war gut gewählt: Sie lag in unmittelbarer Nähe der Furt durch die Leine und des Leintores, eines der vier Stadttore. Zur Burg gehörten noch ein großer landwirtschaftlicher Wirtschaftshof (auf dessen Grund sich heute die Gebäude der Deutschen Bank und der Sparkasse befinden) sowie die heute auch nicht mehr existierende Leinemühle. Der wohl um 1450 aufgeschüttete Burghügel wurde nach dem Zerfall der Burg 1884 mit einer repräsentativen Villa im Stil des Historismus durch die Familie Strobell bebaut – jedoch nur etwa 40 Jahre später durch ein inzwischen ebenfalls abgerissenes Gebäude der Reichs- bzw. später der Dresdner Bank ersetzt. Heute parken dort Autos…

Über den Mühlengraben führt eine alte Brücke – hier befindet sich versteckt etwas ganz Typisches für Alfeld: das Alfelder „A“ mit dem nach unten zeigenden Querstrich. Dieses Merkmal (heute würde man vielleicht „Logo“ sagen) findet sich an verschiedenen anderen Orten der Stadt: am Eingangsportal des Rathauses, am Türsturz der Oberen Warnemühle, die heute das Restaurant Olympia beherbergt, am Warneverteiler in den Oberen Anlagen und in einem Gildefenster der St.-Elisabeth-Kapelle. 

Noch eine Besonderheit: Von der Papierfabrik, die übrigens ursprünglich ganz woanders lag, nämlich an der Warne im Bereich der heutigen AOK, führte jahrzehntelang eine Röhre durch die Luft vorbei an der Sparkasse hin zur damaligen Zellulosefabrik – Scherzbolde prägten daraufhin den Begriff „Alfeld an der Röhre“…

Gerade im Hinblick auf die Vergangenheit gibt es in unserer Stadt immer wieder viel zu entdecken!

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