„Drohende Verschärfungen der Coronamaßnahmen“ Offener Brief des Industrievereins

18.01.2021 Alfeld (red/gw)

Der Industrieverein Alfeld-Region e.V. schreibt einen Offenen Brief zu drohenden Verschärfungen der Corona-Maßnahmen.
Die SIEBEN: veröffentlicht hier diesen Standpunkt mit detaillierten Ausführungen als PDF.

Sehr geehrter Herr Ministerpräsident Weil,
sehr geehrte Damen und Herren Abgeordnete,
sehr geehrte Damen und Herren,
liebe IVA-Mitglieder,

im Vorfeld der drohenden Verschärfungen der Coronamassnahmen teilen wir Ihnen im Anhang unsere Gedanken und Positionen mit.

Die Wirtschaftsunternehmen sind mit nur rd. 5% des Infektionen nicht die Treiber der Geschehens.
Es wurden viele Massnahmen getroffen und erfolgreich umgesetzt, um das zu vermeiden.

Eine Schliessung weiter Teile oder der gesamten Wirtschaft vergrössert den Schaden maximal bei minimalstem Ergebnis und ist deshalb auch nicht zielführend.
Detailliertere Ausführungen finden Sie in folgender PDF-Datei.

Vielmehr sind die Hotspots der Ausbrüche nun bereits seit Wochen und Monaten in den Alten- und Pflegeheimen auszumachen.
Es ist nicht nachvollziehbar, wieso hier nicht längst ein konsequenter und rigoroser Schutz in Form einer Verpflichtung zum täglichen 100%-igen Test aller Bewohner und Mitarbeiter erlassen wurde.
Dies auch, um der gefährlichen Dunkelziffer der symptomlos Infizierten von immerhin 5- 8% Herr zu werden. Diese werden auch in den Privatbereich verbreitet.

Die Ausbrüche in diesen Einrichtungen finden in einer derartigen Masse statt, wie sie sonst nirgendwo geschehen und bringen so natürlich auch die Inzidenzzahlen massiv nach oben.

Immer häufiger erkranken Pflegekräfte an Covid-19 oder müssen in Quarantäne.
Das schafft zusätzliche Risiken, denn die hier immer weiter verbreitete Leiharbeit kann in den Alten- und Pflegeheimen dieselben Probleme verursachen wie in anderen Branchen.

Viele Alten- und Pflegeheime sind regelrechte Infektionsherde, wie sie sonst nirgendwo zu finden sind.
Rund zwei Drittel aller an Covid-19 Verstorbenen haben in Senioreneinrichtungen gewohnt.

Zur Vermeidung von Infektionsketten und zur Senkung der Inzidenzwerte ist es für alle Menschen unerlässlich, die vorgeschriebenen Regelungen und Kontaktbeschränkungen umzusetzen.
Allerdings müssen deren Einhaltung auch kontrolliert und Verstösse geahndet werden.

Auch die Vielzahl der unterschiedlichen und oft nicht nachvollziehbaren sondern eher verwirrenden Massnahmen müssen vereinheitlicht und dadurch für die breitere Bevölkerung verständlich werden.Nur so wird die dringend notwendige Akzeptanz zur Einhaltung und Umsetzung der (lebens-) wichtigen Regeln geschaffen und nur so kommen wir gemeinsam aus dieser Krise.

Mit freundlichen Grüssen,
Anke Hoefer
Kai Greten
Michael Hottmann
Ulrich Behre
Olaf Frank

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