Nina Richter hat sich gegen das Lehramt und für die Keilzinkenanlagen entschieden.

Weinig Grecon – Ausbildung

„Da ist es hier viel interessanter…“

Mal nüchtern betrachtet, eine Liebe auf den ersten Blick war es nicht. Als Nina Richter mit dem Abitur fertig war, fing sie mit einem Lehramtsstudium an. Da sah sie zunächst ihre Zukunft, zwei Semester lang. Erst danach fiel ihr Blick auf Weinig Grecon – während der Ausbildungsmesse in Alfeld. Das war 2019. Daraus entwickelte sich das, was man heute gemeinhin eine „Love-Story“ nennt. „Schon nach einem Jahr in der Ausbildung haben sowohl mein Arbeitgeber als auch ich Interesse an einer Übernahme nach der Lehrzeit bekundet“, erzählt die heute 24-Jährige. 

Seit wenigen Wochen ist Nina Richter fertig ausgelernte Industriekauffrau in dem Unternehmen, das weltweit für seine Keilzinkenanlagen bekannt ist. Zur Erläuterung: Mit der Technik des Keilzinkens ist es möglich, kurze Holzstücke – Restholz – zu einem langen Holzstrang zu verbinden. Das schont die Ressourcen und die Umwelt. Herstellen kann man daraus Fenster, Möbel, Bleistifte oder ganze Häuser.

In der Abteilung „Einkauf und Arbeitsvorbereitung“ ist Nina Richter jetzt die jüngste Kollegin. Der Altersdurchschnitt liegt bei etwa 40 Jahren, sagt sie. Das sei genau richtig, um weiterhin viel von den älteren Mitarbeitenden lernen zu können. „Der Einkauf war die erste Abteilung, in der ich gleich zu Beginn der Ausbildung war. Das hat mir von Anfang an gefallen“, erzählt Richter. 

Wie bei Weinig Grecon üblich, hat sie danach alle anderen Abteilungen durchlaufen, alle Kollegen kennengelernt und den Blick für die internen Zusammenhänge geschärft. Auch bei Kunden innerhalb Deutschlands ist sie schon gewesen und hat gesehen, wie die Keilzinkenanlagen funktionieren. 

Wenn es ums Reisen geht, gehört ihr Kollege Paul König schon beinahe zu den alten Hasen. „Ich war bereits während der Ausbildung in Bilbao und mehrfach in Österreich“, berichtet der 22-Jährige, der nach dem Realschulabschluss bei Weinig Grecon Mechatroniker geworden ist. 

König gehört damit zu den glücklichen Menschen, die ihr Hobby zum Beruf machen konnten: Schon als Zehnjähriger hat er Flugmodelle gebaut, hat eine eigene CNC-Fräse im Keller und natürlich einen 3D-Drucker. „Hier in Alfeld habe ich dann gelernt, wie man Keilzinkenanlagen baut“, sagt er. 

Als König 2020 die Ausbildung abgeschlossen hat, entschied er sich, dass das noch nicht alles gewesen sein kann und besuchte die Technik-Akademie in Northeim – in Vollzeit, zwei Jahre lang. „Während der gesamten Zeit war ich bei Weinig Grecon angestellt und mein Unternehmen hat mich sehr unterstützt“, berichtet König. Als staatlich geprüfter Techniker betreut er heute Kunden über die Hotline oder aber er ist persönlich vor Ort, um Maschinen zu warten. 

Zu seinen weiteren Aufgaben gehören auch Entwicklung und Konstruktion. In absehbarer Zukunft wird er sich wahrscheinlich um die Kunden in Estland kümmern. „Ich war nie der große Theoretiker, sondern eher praktisch veranlagt“, berichtet König. Nach dem Realschulabschluss habe er zunächst keine Lust mehr gehabt, weiter zur Schule zu gehen. Seine Bewerbungsmappe war offensichtlich ihrerzeit so überzeugend, dass es mehrere Betriebe gab, in denen der damals 16-Jährige hätte anfangen können. „Aber ein wichtiges Argument war, dass Weinig Grecon fast in der Nachbarschaft ist. Es ist ein großer Luxus, die Arbeit quasi um die Ecke zu haben“, freut sich König. Er lebt zehn Kilometer entfernt.

Und auch Nina Richter ist davon überzeugt, die richtige Entscheidung getroffen zu haben. Die junge Frau hat es nicht bereut, das Lehramtsstudium nicht weiter zu verfolgen. „Es war mir von der Perspektive zu eingeschränkt, mein Leben lang Lehrerin zu sein“, sagt sie und lacht: „Da ist es hier viel interessanter.“ Richter genießt insbesondere jetzt nach dem Ende der Ausbildung ihre persönlichen Freiheiten. „Ich habe meine eigene Wohnung, mein eigenes Reich und kann mir was leisten. Ein gutes Gefühl.“ (red)

Fotonachweis: Weinig Grecon

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