Jürgen Riecke – Salzbrandkeramik

Sonntag,  25. Februar,  Finissage im Töpfermuseum Duingen  

1950 eröffnete Jürgen Riecke seine Töpferei in Duingen und wurde durch seine
ungewöhnliche Arbeit auch international bekannt. Mit 69 Jahren verstarb er 1997 überraschend
an den Folgen eines Herzinfarktes, trotzdem ist sein Name in Duingen nach wie vor sehr präsent. Und nicht nur dort. In Sammlerkreisen und Museen wird der Name Riecke hoch geschätzt. 

Jürgen Riecke, geboren am 1. Oktober 1927 in Münster, gilt als Duinger Original und Autodidakt in der Keramikkunst. Inspiriert vom Töpferort Duingen, verband er die alte Töpfertradition mit Modernität und Zeitgeist. Mit einem einzigartigen Wiedererkennungswert wurde er zu einem innovativen Keramiker, stark beeinflusst vom Bauhaus.

Seine Werke zeichnen sich durch die Verwendung grundlegender Formen wie Zylinder, Kugel, Kegel, Quader und Pyramide aus, die er kreativ kombinierte und variierte. Unter dem Begriff “Form und Variation” prägte er seine Kunst, stets darauf bedacht, etwas Eigenes zu schaffen und nicht zu kopieren.

In der Entwicklung seiner Glasuren ging Riecke neue Wege. Obwohl er die Duinger Tradition der Salzglasur beibehielt, experimentierte er zusätzlich mit selbst entwickelten Glasuren, die vor dem Einbrand auf die Keramik aufgetragen wurden. Die Glasuren dienten nicht nur als glänzender Überzug, sondern auch als Dekor und zur zusätzlichen Strukturierung seiner Werke.

Autodidakten wie Jürgen Riecke profitieren von der Freiheit, sich wenigen Zwängen zu unterwerfen. Mit einem analytischen und zielstrebigen Geist, der ursprünglich Physik studieren wollte, meisterte er diese Freiheit. Neben seiner künstlerischen Tätigkeit beschäftigte er sich auch mit Grundsatzfragen der ästhetischen Wahrnehmung und entwickelte seine eigene Theorie.

In der laufenden Ausstellung werden Objekte erstmals öffentlich gezeigt. Darunter sind die originalen Werkstatt-, Glasur- & Brennbücher, alte Ausstellungsplakate, Flyer und Informationen rund um die Person Jürgen Riecke. Ein besonderes Highlight ist die von Riecke selbstgebaute Töpferscheibe, eine Schenkung der Familie an das Töpfermuseum. 

Ausgestellt bleibt die Keramik im Töpfermuseum Duingen bis zum 25. Februar 2024. Die Keramik kann (zum Teil) käuflich erworben werden und endet mit der Finissage. (red)

Öffnungszeiten: jeweils mittwochs + sonntags

von 15 – 17 Uhr, oder nach Voranmeldung. 

Der Eintritt ist frei. 

Töpfermuseum Duingen 

Töpferstraße 8 ,31089 Duingen  

Tel. 0170 706 9219 

www.toepfermuseum-duingen.de 

kontakt@toepfermuseum-duingen.de 

Ansprechpartnerin:
 Ingrid Wolfsberger (Museumsleitung)

Fotos: Privat

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