Gaststätte „Zum neuen Krug“ ist Geschichte

02.09.2021 (red)

Seit 1948 ist die Gastwirtschaft „Zum neuen Krug“ am Antonianger 24 in Familienbesitz gewesen. Familie Bolte begann in der Nachkriegszeit mit einem Kiosk, später wurde aus dem Kiosk eine Gaststätte mit Biergarten. „Damals gab es hier das beste Eis in der Stadt. Meine Eltern stellten dieses selbst her“, berichtet Karin Kuprat, die das Lokal vom 1. Dezember 1989 bis zum 30. Juni 2021 weitergeführt hat. „In den 1960er Jahren stieg die Nachfrage nach Familienfeiern immer weiter an, sodass sich meine Eltern 1963 entschlossen, die Gaststätte zu vergrößern. Der Anbau entstand.

Das Team vom Neuen Krug hat nun deutlich mehr Freizeit: Jürgen „Kupi“ Kuprat (von links), 
Karin Kuprat, Mick Scholz und Sarah Scholz geb. Kuprat.

Als 1971 der Schulbetrieb im neu erbauten Alfelder Gymnasium aufgenommen wurde, steigerte sich die Gästezahl erheblich: Pommes waren der Renner. „Ab morgens um 7 Uhr hatten meine Eltern damals geöffnet“, erzählt Karin Kuprat. Nach 40 Jahren war für das Ehepaar Bolte die Zeit gekommen, in den Ruhestand zu gehen – vor dem eigentlichen Ruhestand gab es vorab Pächter – Familie Bögershausen und zwei weitere Pächter schlossen sich an, bevor 1989 Karin Kuprat die Gaststätte ihrer Eltern nach einer kurzen Vakanz endgültig weiterführte. 

„Viele Gäste meiner Eltern hielten auch mir die Treue“, freut sich die Gastwirtin. Stammtische gründeten sich, Braunkohlessen erfreuten sich großer Beliebtheit, Familien fanden sich zu fröhlichen und traurigen Anlässen zusammen. Für Stammkunden war „Zum neuen Krug“ – liebevoll einfach auch nur „Bolte“ genannt – ein kleines Stück Heimat. „Wir haben die Zeit mit unseren Gästen sehr genossen“, blickt Karin Kuprat zurück. „Wir schließen nicht wegen Corona, sondern aus gesundheitlichen Gründen“, betont sie ausdrücklich. „Mein Dank gilt unseren tollen Gästen, der Familie Perl für die langjährige Zusammenarbeit und natürlich meiner Familie.  Nur gemeinsam mit meinem Mann, der sich um die Einkäufe kümmerte und meiner Tochter, die half, wenn Not am Mann war habe ich die vergangenen 32 Jahre meistern können“, sagt Karin Kuprat.

So schließt sich wieder ein Kapitel. Die vielen großen und kleinen Geschichte die sich bei „Bolte“ ereigneten finden nun einen Platz in der Alfelder Zeitgeschichte.

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