Foto: Britta Märländer-Messdaghi

Finden und einlassen

Kunstkreis zeigt Werke von Britta Märländer-Messdaghi auf dem Klosterhügel vom 22.08. bis 27.09.2020  

(17.08.2020 / red/ne)
Der Kunstkreis kann hiermit nach einer Pandemie-Pause von März bis einschließlich Mai mit zwei ausgefallenen Kunst-Präsentationen wieder seine für dieses Jahr geplante Ausstellungsreihe fortsetzen und freut sich mit der Künstlerin Britta Märländer-Messdaghi aus Bad Salzdetfurth, seine vierte Ausstellung in diesem Jahr auf dem Klosterhügel unter dem Titel „finden und einlassen“ jedoch ohne Vernissage und mit den notwendigen Sicherheitsvorkehrungen wie Mund-Nasenschutz, Abstandhalten und Desinfektionsmaßnahmen anzukündigen. 

Über ihre Kunst berichtete Britta Märländer Folgendes: „Zur Kunst in ihren vielfältigen Ausdrucksformen hat es mich bereits früh in meinem Leben hingezogen. Allerdings bin ich dieser Neigung erst vor etwa 18 Jahren konkret nachgegangen, indem ich damit begann, mich in der Malerei auszuprobieren. Damals stand im Vordergrund, die Malerei als Möglichkeit zur Entspannung und Verarbeitung meiner Eindrücke und Belastungen aus meiner beruflichen Tätigkeit als Psychotherapeutin zu nutzen. 

Vor diesem Hintergrund entwickelte sich jedoch schon bald ein so großes Interesse am Gestalten, welches weit über die eingangs benannte Motivation hinausging. Die Lust am Experimentieren wuchs, meine Arbeit in der Malerei intensivierte sich und motivierte mich zur Suche nach neuen Techniken und künstlerischen Ausdrucksformen. Diese Suche führte mich mit Künstlern zusammen, die mich in verschiedene Techniken einführten, wie in die der Enkaustik, der Monotypie, in das Papierschöpfen und  des Collagierens  sowie in die Frottage-Technik. Zeitgleich begann sich meinen Blick zu schärfen für die immer harmonischen Farben und oft bizarren Formen in der Natur, wovon meine Arbeiten auch heute noch stark beeinflusst sind. Diese Entwicklung wird in dem von mir gewählten Titel meiner Ausstellung „Finden und einlassen“ zusammengefasst. Unter anderem finde ich in dem Restaurationswerk meines Mannes eine Fülle von unterschiedlichen Materialien wie gebrauchtes Schleifpapier, Schellack, Sumpfkalk, Wachse, Bretter mit interessanten Strukturen, Türblattfüllungen von alten Möbeln und entwickele Techniken wie collagierte Monotypien und Ölkreide auf Holz. 

Der heute hoch aktuelle Gedanke an Müllvermeidung und sorgsamem Umgang mit Ressourcen liegt nahe, ist aber dabei lediglich ein “Nebenprodukt”. Mir geht es darum, mit meiner Binnenwahrnehmung, der äußeren Welt und den Dingen um mich herum in Fluss zu bleiben nach dem Motto, alles ist gleich gültig, alles ist der Aufmerksamkeit wert. Ich hatte bereits mehrere Ausstellungen im Ladenlokal meines Mannes, nahm vor 2015 am Tag des Offenen Ateliers teil –  die Ausstellung in Brunshausen ist jedoch meine erste außerhalb.“ 

Die verheiratete Künstlerin mit vier Kindern, zwei Enkelkindern sowie drei Urenkeln lebt mit ihrem Mann in Bad Salzdetfurth und versorgte 20 Jahre ausschließlich Haushalt und Familie. Über den zweiten Bildungsweg absolvierte sie ein Psychologie-Studium an der TU Braunschweig und arbeitete viele Jahre als Psychotherapeutin in psychosomatischen Kliniken sowie heute noch in eigener Praxis.

Die Organisatoren des Kunstkreis Kloster Brunshausen e.V. auf dem Klosterhügel mit dem Museum „Portal zur Geschichte“ und zwischen dem Rosencafé sowie dem Klostercafé im historischen Kloster freuen sich mit der Künstlerin über jeden einzelnen Besucher der Ausstellung, welche vom 22. August bis 27. September 2020 freitags, samstags und sonntags bei freiem Eintritt von 15-17 Uhr geöffnet ist. Die Künstlerin ist jeden Sonntag anwesend.

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