Bürgerbeteiligung am Radverkehrskonzept

(sr)

Rund 15 Teilnehmende der Planungsradtour diskutieren an neuralgischen Punkten

Das Geschehen direkt vor Ort bewerten und den Alltagsradverkehr besser gestalten: Das war das Ziel der Planungsradtour, die Christina Beck (Planungsamtsleiterin) gemeinsam mit der Planersocietät, die mit der Entwicklung des Radverkehrskonzepts für die Stadt Alfeld beauftragt ist, organisiert hatte. Rund 15 passionierte Radfahrer und Radfahrerinnen fanden sich am Bahnhof ein. Etwa zwei Stunden dauerte die Fahrt, die zunächst von der Hackelmasch in Richtung Limmerburg führte. „Hier ist angedacht, eine möglichst schnelle Verbindung zum Gebiet „An den Steinköpfen“ herzustellen und den bereits vorhandenen Weg, der am Wertstoffhof wieder auf die Straße führt, so herzurichten, dass er mit dem Rad gut zu befahren ist“, so Christina Beck im SIEBEN-Gespräch. Anschließend ging es auf der Hannoverschen Straße über den Schlehbergring in Richtung Ziegelmasch.

Mit dem Fahrrad soll es in Alfeld zukünftig schneller und sicherer ans Ziel führen. Die Planungsradtour ist nur ein Beispiel, um sich zu beteiligen. 

Kreisel am Bahnhof wäre optimale Lösung

„Besonders der Schlehbergring ist für Radfahrende eine Herausforderung. Der Bürgersteig ist zu schmal für eine zusätzliche Nutzung durch Radfahrende“, so die Planungsamtschefin. Die optimale Lösung wäre ein Kreisel im Bereich der Zufahrt zum Bahnhof. Dann könne auf die Abbiegespur verzichtet werden und Fahrradstreifen ausgewiesen werden, so Christina Beck.  An der Ziegelmasch sprachen sich die Teilnehmenden für eine beidseitige Nutzung des bisherigen Radweges aus. Dieser müsse dann allerdings verbreitert und saniert werden. Auch für eine Befahrbarkeit der Leinstraße im Fahrbahnbereich durch Radfahrende zu jeder Zeit gab es breite Zustimmung. Bessere Abstellmöglichkeiten in der Innenstadt wünschten sich die Teilnehmenden. Von der Ziegelmasch ging es in Richtung Innenstadt, den Südwall hinauf, über den Marktplatz und die Holzer Straße. Auf großes Interesse stieß die Einrichtung einer Fahrradstraße Eimser Weg, Schulgasse, Bismarckstraße, Antonianger. „Ziel des Konzeptes ist es, Raum für alle Verkehrsteilnehmenden zu finden. Wenn Radfahrende auf Fahrradstraßen schnell vorankommen, sind sie nicht mehr auf den Hauptstraßen unterwegs. Das ermöglicht Autofahrenden ebenfalls ein besseres Vorankommen“, erläutert es Christina Beck. Mit der Fahrradstraße in diesem Bereich könnten die Schulen optimal angebunden werden.

Info-Stand zum Radverkehrswegekonzept auf dem Stadtfest

Zunächst sollen gemeinsam mit dem Planungsbüro möglichst kostengünstige Veränderungen erörtert werden. Auf dem Stadtfest im September informieren Stadt und Planungsbüro über die Maßnahmen, zusätzlich sollen noch Arbeitgeber mit ins Boot geholt werden, um sie für das Thema zu interessieren und beispielsweise in den Firmen gute Abstellmöglichkeiten für Fahrräder zu schaffen. Am Ende muss der Rat der Stadt Alfeld das Konzept billigen.  Ausführlich berichtete die SIEBEN: bereits in der Juni-Ausgabe über weitere Maßnahmen im Rahmen des Radverkehrswegekonzeptes. Schauen Sie einfach in unser Archiv. Weitere Informationen und Anmerkungen zu den bisherigen Radwegen gibt es unter www.alfeld.de.

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