A wie Alfeld

Liebe Leserinnen und Leser, 

über viele Dinge denkt man nicht nach, man macht sie einfach. Zum Beispiel seinen eigenen Namen zu buchstabieren, wenn man beispielsweise im Telefonat deutlich werden will. Siegfried, Ida, Emil, Berta, Emil, Nordpol. So buchstabieren wir SIEBEN: Das gilt übrigens nur in Deutschland. Wenn wir SIEBEN: im Ausland buchstabieren würden, müssten wir Sierra, India, Echo, Bravo, Echo, November sagen. Das ist das internationale Buchstabieralphabet, auch Natoalphabet genannt. 

Übrigens: Aktuell ist im Deutschen Siegfried gebräuchlicher als Samuel, der eigentlich noch in der DIN-Norm 5009 aufgeführt ist. Auch Zacharias (gebräuchlicher Zeppelin) fällt da heraus. Die jüdischen Namen sollten in der Nazizeit verschwinden. Aus David wurde Dora, aus Nathan Nordpol, aus Samuel Siegfried, aus Zacharias Zeppelin, aus Jacob Jot und schließlich Julius. So verändert sich dieses Buchstabieralphabet immer mal wieder. So auch aktuell.

Jetzt gibt es einen Entwurf für eine neue „Buchstabiertafel für Wirtschaft und Verwaltung“: Stuttgart, Iserlohn, Essen, Berlin, Essen, Nürnberg. So würde sich das in unserem Fall bald anhören. Nun, A würde mit Augsburg übersetzt werden. Alfeld ist wohl nicht in die engere Auswahl gekommen. Wahrscheinlich hat es etwas mit der Größe zu tun. Auch wenn Xanten (X) nicht wirklich viel größer ist als Alfeld. 

Letztlich ist dies ein Thema, dass es nicht wirklich ins Editorial der SIEBEN: schaffen müsste. Es hat auch nichts mit den Schwerpunktthemen „Senioren“, „Pflege“, „Job-Dating-Days“, „Rund ums Auto“. „Garten im Herbst“ und „fit durch den Herbst“ zu tun. Aktuell sind politische Themen vielleicht eher wichtig. Bernd Beushausen ist für die nächsten fünf Jahre Bürgermeister und Bernd Lynack Landrat – zwei Alfelder, wenn auch Bernd Lynack nicht mehr in Alfeld wohnt. Wenigstens in unserer kleinen Welt spielt das Alfelder A und wo man herkommt eine wichtige Rolle. 

Viele Heranwachsende bleiben in unserer Region. Das hat vielleicht auch mit Aktionen wie den Job-Dating-Days zu tun, die Ausbildungsbetriebe und Interessenten vermitteln. Und im Alter gilt es, auch für Senioren ein Umfeld zu bieten, in dem sich gut und gerne leben lässt. Das gilt auch für das ganze Leinebergland und schließt alle Zugezogenen mit ein. 

Viel Spaß beim Lesen dieser Stuttgart-Iserlohn-Essen-Berlin-Essen-Nürnberg-Ausgabe wünscht

Ihre SIEBEN:

(hst)

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