Mittwoch, 1. April 2026, 19 Uhr im Kultur- und Begegnungszentrum (KUBA) Alfeld
Die Stadt Alfeld (Leine) steht vor einer zentralen Zukunftsfrage:
Wie kann die Wärmeversorgung klimaneutral, bezahlbar und verlässlich werden? Als Mittelzentrum ist Alfeld gesetzlich verpflichtet, bis Ende 2026 eine kommunale Wärmeplanung vorzulegen. Ziel ist es, aufzuzeigen, wie Gebäude künftig ohne Öl
und Gas beheizt werden können.
Doch Alfeld denkt weiter: Parallel zur Planung wird geprüft, ob Industrieabwärme aus lokalen Betrieben für ein Fernwärmenetz genutzt werden kann. Eine Chance, die Wärmewende schneller, günstiger und regional zu gestalten. Was das Gebäudeenergiegesetz aber bereits vorsieht, sind schrittweise Bedingungen zur Klimaneutralität bis hin zu Verboten bestimmter Heizsysteme (z. B. Ölheizungen).
Doch warum ist das so dringend?
Der Hintergrund ist klar: Heizung und Warmwasser verursachen rund ein Drittel der CO₂-Emissionen in Deutschland. Wenn Alfeld seine Klimaziele erreichen will, muss die Wärmeversorgung umgestellt werden. Gleichzeitig soll die Wärmewende sozialverträglich sein – also bezahlbar bleiben und keine Bürger:innen überfordern. Industrieabwärme als Game-Changer ist Alfelds besonderer Ansatz.
Die Stadt bietet gemeinsam mit der Klimaschutzagentur Hildesheim und der Verbraucherzentrale Niedersachsen zudem jeden dritten Dienstag im Monat kostenlose Einzelberatungen zum Thema Energie im Familienzentrum an.
„Keiner soll allein gelassen werden, das Thema ist komplex“, betont Lars Lohrengel. „Aber klar ist auch: Wer heute schon plant, ist morgen besser vorbereitet.“
Mitreden und mitgestalten:
Alfeld plant die Wärmewende – und braucht dabei Ihre Erfahrung. Die kommunale Wärmeplanung ist kein theoretisches Konzept, sondern ein Prozess, der jeden in Alfeld direkt betrifft – ob als Mieter:in oder Eigentümer:in. Deshalb setzt die Stadt Alfeld (Leine) auf einen offenen Dialog.
Beim Alfelder Stadtgespräch
am 1. April 2026 um 19 Uhr im Kultur- und Begegnungszentrum (KUBA) in Alfeld geht es nicht um fertige Lösungen, sondern um den realistischen Austausch über Chancen, Herausforderungen und konkrete Schritte.
Klare Informationen:
Welche gesetzlichen Vorgaben kommen auf Alfeld zu? Welche Fristen und Förderungen gibt es?
Ihre Perspektive:
Wo sehen Sie als Bürger:in oder Unternehmer:in Chancen – und wo Sorgen?
Praktische Lösungen:
Wie kann die Nutzung von Industrieabwärme konkret aussehen? Welche Alternativen gibt es für Gebäude, die nicht ans Fernwärmenetz angeschlossen werden können?
Ihr Wissen ist gefragt!
Ob kritische Nachfrage, praktische Erfahrung oder konkreter Vorschlag: Jede Stimme zählt. Nutzen Sie die Gelegenheit, sich zu informieren, mitzureden und die Wärmeplanung mitzugestalten – für eine klimafreundliche und bezahlbare Wärmeversorgung in Alfeld. (red/gw)
Alfelder Stadtgespräche
1. April 2026, 19 Uhr
Kultur- und Begegnungszentrum (KUBA)
Hintergrund infos?
https://www.alfeld.de/politik-verwaltung/massnahmen-fuer-die-zukunft






