Fotos: Susanne Röthig

Stiften bedeutet mehr als Geld geben

04.10.2021 (sr)

25 Jahre Albrecht Graf von Goertz-Stiftung

Bereits in unserer Oktober-Ausgabe 2020 (nachzulesen im Archiv unter www.sieben-region.de) haben wir einige Stiftungen im Verbreitungsgebiet der SIEBEN vorgestellt, die beispielsweise in den Bereichen Naturschutz, Kultur, Bildung, Jugend, Senioren und Soziales ihre Beiträge für die Gesellschaft leisten. In diesem Jahr nehmen wir den Tag der Stiftungen zum Anlass, einen Blick nach Brunkensen auf die Albrecht Graf von Goertz-Stiftung zu werfen.

Bernd Sürig (links) und Ulrich Leimeister vor dem 2020 errichteten Pavillon im Bürgerpark. Die Überdachung des ehemaligen Springbrunnens bietet der Dorfgemeinschaft Sitzmöglichkeiten und Wetterschutz. An der Umsetzung dieses Projektes hat sich die Albrecht Graf von Goertz-Stiftung beteiligt. 

Diese wurde am 18.01.1996 von Albrecht Graf von Schlitz genannt von Goertz und Freiherr von Wrisberg errichtet. Der Designer entwickelte unter anderem Modelle für BMW. Die Stiftung war daher ursprünglich vorrangig für die Unterstützung und Förderungen von Studierenden des Studiengangs Automobildesign vom Stifter ins Leben gerufen worden. Die Kunstfertigkeit und Schaffenskraft des Grafen von Goertz ging allerdings weit über das Automobildesign hinaus. Er gestaltete eine Vielzahl von Gebrauchsgegenständen, vom Füllfederhalter über Kameras bis hin zu Musikinstrumenten, Mobiliar und Textilien. Daneben hatte die Stiftung den Zweck, das Andenken an die auf dem Rittergut Brunkensen seit dem Jahr 1300 ansässige gräflichen Familie zu bewahren sowie die alteingesessenen bedürftigen Bürger Brunkensens, insbesondere die Senioren, zu unterstützen.

Nach seinem Tod 2006 übernahm 2008 auf Empfehlung der Landeskirche Hannover die Kirchengemeinde die Verwaltung der Albrecht Graf von Goertz-Stiftung. Das Stiftungskapital betrug damals 37.000 Euro. Durch Zustiftungen und einer damit verbundenen Bonifizierung der Landeskirche beträgt das aktuelle Stiftungsvermögen 225.000 Euro. Bernd Sürig, Ulrich Leimeister und Simone Bicker bilden den Stiftungsvorstand. Kraft ihres Amtes gehören der jeweilige Ortsbürgermeister des Ortes Brunkensen und der Bürgermeister der Stadt Alfeld (Leine) ebenfalls dem Gremium an. Seit der Übernahme der Albrecht Graf von Goertz-Stiftung im Jahre 2008 bezuschusste die Stiftung zahlreiche Projekte in der Gemeinde mit insgesamt rund 66.000 Euro. 

Auf dem Friedhof in Brunkensen ist die Familiengrabanlage der Familie von Schlitz genannt von Goertz und von Wrisberg. Albrecht Graf von Goertz fand 2006 hier seine letzte Ruhestätte.

Vielfältige Angebote für die Senioren der Kirchengemeinde und der örtlichen Vereine unterstützte die Stiftung und beteiligte sich an der Finanzierung zahlreicher Projekte, wie beispielsweise am Wetterschutz vor der Friedhofskapelle, der Errichtung neuer Ruhebänke, dem Einbau barrierefreier Toiletten im Gemeindehaus und dem Pavillon im Bürgerpark. Auch konnte im Einzelfall in Not geratenen Personen oder Familien geholfen werden. „Wir freuen uns über weitere Zustiftungen und Spenden, damit wir auch weiterhin zum Wohl des Ortes und seiner Bürgerinnen und Bürger arbeiten können “, sagt Bernd Sürig.  (sr)

Weitere Informationen zur Stiftung gibt es unter www.graf-goertz-stiftung.de. Wer die Stiftung unterstützen möchte, kann Zustiftungen oder Spenden auf das Konto DE14 2595 0130 0075 0153 89 bei der Sparkasse Hildesheim Goslar Peine überweisen. 

Kontakt:

Albrecht Graf von Goertz-Stiftung

Bernd Sürig

Humbergstraße 1, 31061 Alfeld

E-Mail: bernd-suerig@t-online.de

Telefon: 05181 81612

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