Foto: Töpfermuseum Duingen

Spendencheck für das Töpfermuseum

(red/mk)
Die VR-Stiftung der Volksbanken und Raiffeisenbanken in Norddeutschland und die Volksbank eG in Duingen haben in diesem Sommer beschlossen, mit 11.230 € eine Sonderausstellung zu fördern, die im Jahr 2021 im Töpfermuseum Duingen gezeigt werden wird. Am 2. September 2020 erfolgte im Töpfermuseum Duingen eine symbolische Scheckübergabe.

Die Ausstellung „Die schönsten Griechinnen kommen aus Hildesheim – Schöne und kuriose Tonfiguren der Antikensammluing Pelizaeus“ mit Leihgaben des Roemer- und Pelizaeus-Museums Hildesheim (RPM) wird rund 90 kleine Tonfiguren (Terrakotten) und einzeln erhalten Terrakottaköpfe präsentieren, die vor über 2000 Jahren im damals griechisch beherrschten Ägypten entstanden.

Dr. Jörg Hahne, Vorstandsmitglied der Volksbank eG, und Roland Schaper, Repräsentant in Duingen, überreichten den Verantwortlichen der Sonderausstellung den Spendenscheck. Klaus Krumfuß, Bürgermeister von Duingen, Gemeindedirektor Hartmut Steins und der Vorsitzende des Duinger Heimat- und Kulturvereins, Dr. Heinrich Möller freuten sich gemeinsam mit Museumsleiterin Ingrid Wolfsberger und Kurator Dr. Sven Kielau darüber, dass es nun mit den Vorbereitungen der Sonderausstellung losgehen kann.

14.300 € soll das Vorhaben insgesamt kosten, weshalb das Projekt zusätzlich finanziell von dem Duinger Heimat- und Kulturverein e. V. und dem Flecken Duingen unterstützt wird. Die Idee zur Ausstellung hatten der Archäologe und Kurator  der Sonderausstellung Dr. Sven Kielau, und die Leiterin des Töpfermuseums Duingen Ingrid Wolfsberger vor einem Jahr. Dank der Unterstützung der Stiftung, der Beteiligten aus der Region,  dem Flecken und dem RPM in Hildesheim kam das Projekt nun zustande.

Die kostbaren Figuren und erhaltenen Köpfe sind trotz ihrer geringen Größe von überraschender Wirkung. Komplett erhaltene Figuren sind oft nur 15-20 cm groß. Sie werden im Rahmen der bestehenden Partnerschaft beider Museen im Sommer 2021 für ca. 6 Monate aus Hildesheim nach Duingen „reisen“. In Themenbereichen werden dort in zwei Sonderausstellungsräumen „schöne Griechinnen“ und kuriose „Grotesken“ gezeigt. Die Figuren erzählen über das Leben in einer antiken Megacity, denn sie entstanden zwischen ca. 300 und 100 v. Chr. im ägyptisch-griechischen Alexandria. Die Stadt war einzigartig in der hellenisierten antiken Welt, die rund um das Mittelmeer und darüber hinaus reichte. Es handelt sich um Stücke von Weltrang, erworben vor über 100 Jahren von Wilhelm Pelizaeus, dem Hildesheimer Museumsgründer und Stifter.

„Das Töpfermuseum wird mit diesem Projekt Menschen für Archäologie und Keramik begeistern“, ist sich Dr. Hahne sicher. Er zeigte sich sehr erfreut darüber, dass man die VR-Stiftung für dieses Vorhaben gewinnen konnte. „Mit der Sonderausstellung erlangt Duingen auch überregionale Bedeutung.“

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