Rund um den Wahrberg

Entdeckungen im Leinebergland

Fitnessrunde mit Aussicht 

Vor zwei Jahren haben Schüler und Schülerinnen der Gudrun Pausewang-Schule mit ihrem Lehrer Volker Wille die Fitnessrunde  rund um den Wahrberg fertiggestellt. Seitdem kümmern sie sich regelmäßig um die sechs Stationen mit jeweils zwei Übungen, die auf entsprechenden Hinweistafeln erläutert werden.

Wege zur Fitnessrunde gibt es viele: Unter anderem über den Klasperweg, die Göttinger Straße und von den Steinköpfen ist die rund 1,5 Kilometer lange Strecke zu erreichen. Und der Weg lohnt sich: Großartige Aussichten warten auf die Sporttreibenden und natürlich auch auf Wanderer. 

Ein kleiner Teil des Weges gehört zum Kanstein-Weg. Der Fernwanderweg verbindet auf ca. 83 Kilometern Hannover mit Alfeld und verläuft unter anderem durch Springe, über den Thüster Berg (hier liegt auch der 441 Meter hohe Kanstein), Duinger Berg, vorbei an der Lippoldshöhle über Warzen nach Alfeld. 

Wer die Natur am Wahrberg genießt, kann Greifvögel bei der Jagd beobachten, sieht, dass Wildbienen einen Hohlraum in einem alten Obstbaum nutzen. Eine Tafel informiert über den Lebensraum Streuobstwiese. Wer die Fitnessrunde an Station 2 ein Stück verlässt, entdeckt an der Wikingersiedlung, die dort bereits seit vielen Jahren ihren Standort hat, vielleicht ein Wollschwein, das um die Ecke lugt. Zahlreiche Kästen bieten Vögeln eine Nistmöglichkeit und Bänke laden zum Verweilen ein.

„ware deck“

Aber der Wahrberg hat noch eine andere Geschichte: Er ist -so ist es nachzulesen-  ein Ort mit Tradition, der eng mit dem Fagus-Werk verbunden ist. Die Firmeninhaber Benscheidt stellten einst der Alfelder Jugend dort eine Hütte für Treffen zur Verfügung. Der Name Wahrberg oder auch Warberg leitet sich vom Wort „Ware“, das soviel wie Aussicht bedeutet ab oder dem niederdeutschen Sprachgebrauch entnommenen „ware deck“, gleich „hüte dich“. Und einst stand auf dem Wahrberg ein Wach- bzw. Warturm, um frühzeitig vor dem Heranrücken feindlicher Truppen zu warnen. An diesen erinnert heute noch der Turm im Wappen von Warzen. Ausführlich ist die Geschichte auf einer Info-Tafel auf dem Wahrberg nachzulesen. 

Nach einer Umrundung des Wahrbergs bietet sich ein Aufenthalt im Fagus-Werk sowie im Biergarten am Auenpark an, um Hunger und Durst zu stillen. Die Öffnungszeiten des Fagus-Gropius-Café sind unter www.fagus-werk.com abrufbar. Der Biergarten ist bei schönem Wetter mittwochs bis freitags von 16 bis 22 Uhr, samstags von 14 bis 22 Uhr und sonntags von 12 bis 21 Uhr geöffnet. Restaurants in der Innenstadt freuen sich ebenfalls über Gäste. (sr)

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