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Feldversuch

 

Liebe Leserinnen und Leser,

 

die Idee war gut, die sich die Stadtmarketing-Strategen von Bielefeld ausgedacht hatten: Die spaßig in die Welt gesetzte und seit 25 umhergeisternde Verschwörungstheorie, dass es die Stadt gar nicht geben würde, dafür zu nutzen, die ostwestfälische Metropole weltweit in aller Munde zu bringen. Wer hätte beweisen können, dass es Bielefeld nicht gibt, sollte eine Million Euro dafür bekommen. Rund 2000 Einsendungen sind zusammengekommen. Viele haben es mathematisch begründet, wie man ja auch zum Beispiel den kleinsten gemeinsamen Nenner wegkürzen kann.

 

Waren sie schon einmal in Bielefeld? Nein? Sehen Sie, Sie haben Bielefeld noch nicht gesehen. Das ist schon fast ein Beweis. Das Wettbewerbskomitee hat dennoch alle Beweise der Nichtexistenz als falsch bewertet. Da stellt sich schnell die Frage: Gab es das Geld überhaupt? Gab es überhaupt eine Institution, die bereit gewesen wäre, die Summe auszuzahlen? War die ganze Aktion überhaupt echt? Vielleicht war alles nur ein Fake. Möglicherweise ein Ablenkungsmanöver.

 

Schon ist eine neue Verschwörungstheorie geboren. Blicken wir auf ein anderes ...feld. Nach Westostfalen, nach Alfeld. Hier läuft mittlerweile die Rübenernte, das Getreide ist bereits eingeholt. Der Erntedankgottesdienst findet am 6. Oktober, von 10 bis 11.30 Uhr, in der St.-Nicolai-Kirche statt. Ein guter Moment, der Natur danke zusagen.

 

Wenn man mit Landwirten, Garten- und Landschaftsbauern sowie auch mit Forstleuten spricht, sagen die einhellig, die Natur sei derzeit schwer gebeutelt. Und richtig optimistisch sind die Naturmenschen auch nicht, wenn sie eine Prognose abgeben sollen. Ist das noch ungewöhnliches Wetter oder schon der Klimawandel, gegen den junge Leute auf die Straßen gehen. Einige andere sagen: „Das stimmt nicht. Regierungen wollen uns das Geld aus der Tasche ziehen! Konzerne wollen daran verdienen!“ Gibt es möglicherweise keinen Klimawandel? Sind Abgase gut für die Umwelt?

 

Wer hat nun recht? Es wäre nun eine interessante Aufgabe, die Wahrheit herauszufinden. Nicht nur einfach den einen hinterherzulaufen oder, wenn man ruhigen Gewissens weiterhin gern große Autos fahren und dreimal im Jahr in den Urlaub fliegen möchte, den Leugnern des menschengemachten Klimawandels zu applaudieren. Wo sind die Beweise?

 

Der beste Beweis für die Existenz von Bielefeld wäre gewesen, die eine Million Euro einfach auszuzahlen. Naheliegenderweise an alle 2000 Teilnehmer des Wettbewerbes. Die hätten sich gefreut, ihre Thesen widerrufen und für die Stadt Werbung gemacht. Das wäre wohl auch der Unterschied zwischen guter und genialer Idee. An dieser Stelle ein gewagter Versuch: Alfeld gibt es eigentlich gar nicht. Sagen Sie das einfach mal weiter.

 

Viel Spaß beim Lesen wünscht

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