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Wo geht’s hier bitte zum Bahnhof?

 

Liebe Leserinnen und Leser,

 

durch die Straßen gehen, Live-Musik hören, eine zeitlang stehen bleiben. Sich inspirieren lassen. Das macht Spaß, vielleicht ergibt sich ein Gespräch oder mit dem Künstler, der Künstlerin. Oder es entspinnt sich eine Konversation mit jemand anderem über Reden über Gott und die Welt.

 

So etwas begegnet einem vielleicht in Rom, Paris, Prag, London oder Barcelona. Vielleicht noch Lissabon. Schon seltener in Hamburg, Berlin, München. Das einem so etwas in Alfeld passiert? Unwahrscheinlich, sagen Sie als Alfelderin, Alfelder oder Leinebergländer.

 

Das sagen Sie so einfach, weil man vor der eigenen Haustür nicht mehr viel erwartet. Vielleicht auch, weil die eigene Offenheit fehlt. Man kennt den Weg. Geht schlafwandlerisch von A nach B. Vom Antonianger zum Bahnhof.  Das sind Wege, die könnte man auch bewusstlos gehen.

 

Man erwartet nichts, also passiert auch nichts. Man geht mehr oder weniger schnell aneinander vorbei, vielleicht sogar, um ja nicht aufgehalten zu werden. Das kostet dann wertvolle Minuten.

Aber eigentlich sind doch die sozialen Kontakte die eigentlich wertvollen Minuten.

 

Bei der Eröffnung der Job-Dating-Days und des Explore Science Centers hat Björn Thümler, niedersächsischer Minister für Wissenschaft und Kultur, die Wichtigkeit des sozialen Umfeldes betont. Das ist wohl so. Und das vergisst man so leicht.

 

 

Manchmal gibt es Hilfestellung, um die eigene Stadt neu zu erleben. Das „Street Food Open Air“ im Oktober war ein positives Beispiel. Aber man kann sich die Aha-Erlebnisse auch jederzeit selbst schaffen. Zum Beispiel „den Touristen“ spielen. Staunend vorm Rathaus stehen oder vor der Lateinschule und den Erstbesten, der einen nicht kennt, nach dem Weg zum Bahnhof fragen. Vielleicht entwickelt sich ein Gespräch. Gut, wie man dann aus der Nummer wieder rauskommt, wenn nicht mehr zu verheimlichen ist, dass man seit Jahrzehnten in genau dieser Stadt wohnt, ist vielleicht etwas schwierig.

 

Oder einfach ehrlich sagen: Hab` ich in der SIEBEN: gelesen. Ist ein Experiment. Soll Spaß machen und ein Defizit beheben. Denn seien wir ehrlich: Wir reden zu wenig miteinander. Vielleicht bietet sich der November dafür besonders an. Auf der Beliebtheitsskala der Monate hat dieses Zwölftel ja keinen Spitzenplatz. Da kann man von den tristen, grauen Tagen getrost ein paar Minuten abzwacken.

 

Vielleicht ist es ja auch umgekehrt, und Sie werden demnächst angesprochen und nach dem Weg gefragt. Der Eisbrecher wäre dann: „Haben Sie das in der SIEBEN: gelesen? Lassen Sie uns doch gemeinsam ein Stück des Weges gehen. Der Bahnhof ist übrigens sehr schön geworden.“

 

Viel Spaß beim Lesen und Stadtbummeln wünscht

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