Die Gerzer Gospel Singers luden beim Stiftungsfest rund um das Gemeindezentrum der Friedenskirche zu einem kleinen Konzert ein. Foto: Michael Vollmer

miteinander – füreinander

Kleine Stiftung mit großen Projekten: Die Kirchenstiftung feiert 20-jähriges Bestehen

Ob es ein Konzert der Kantorei ist oder in der Kita ein neues Spielgerät benötigt wird, die Kirchenstiftung „miteinander – füreinander“ fördert seit 20 Jahren die unterschiedlichsten Projekte oder Aktivitäten. 

Beim Stiftungsfest in der Alfelder Friedenskirche erinnerte der Kuratoriumsvorsitzende Wilfried Röbbeln, wie die Erfolgsgeschichte vor zwei Jahrzehnten ihren Anfang nahm. „Mit den Leitworten Werte bewahren und Zukunft gestalten haben Vorstand und Kuratorium in den vergangenen 20 Jahren ihre Arbeit wahrgenommen“, sagte der Vorsitzende im Anschluss an eine Andacht, die Pastor Michael Kratochwill gestaltete. 

Aus dem Gründungskapital des damaligen Kirchenkreises Alfeld in Höhe von 50.000 Euro sei nach einer größeren Zustiftung und einer Vielzahl von Einzelspenden und nicht zuletzt auch dank der Erlöse aus den Sommerfesten in den beiden Jahrzehnten der Kapitalbestand auf etwa 450.000 Euro angewachsen. Gemäß den Bestimmungen darf das Stiftungskapital nicht angetastet werden. So werden Fördermittel allein aus den Erträgen gewährt.

Röbbeln berichtete von 95 Förderanträgen aus den Gemeinden, die mit rund 85.000 Euro bedacht wurden. „Wie ich meine, ist das eine gute Entwicklung. Eine kleine Stiftung kann große Projekte fördern und nachhaltig Gutes tun“, so der Kuratoriumsvorsitzende. Röbbeln wies darauf hin, dass mit der Bildung des neuen Kirchenkreises Hildesheimer Land-Alfeld durch entsprechende Satzungsänderungen ein neues Fördergebiet festgelegt wurde. 

Vorstand und Kuratorium haben beschlossen, dass sämtliche Einnahmen des Jubiläumsfestes als Zustiftung in das Vermögen der Kirchenstiftung „miteinander – füreinander“ einfließen. Röbbeln dankte allen Helfern, die zur Gestaltung der Feier beigetragen haben. Alfelds Bürgermeister Bernd Beushausen würdige die erfolgreiche Arbeit der Stiftung in den vergangenen zwei Jahrzehnten. Beushausen betonte, dass die Stiftung notwendig ist. Das sei bedauerlich, da eigentlich die Gesellschaft in der Lage sein müsste, Menschen mit Problemen oder die Leid erlebt haben, von sich aus zu unterstützen. „Das kann die Gesellschaft aber von sich aus nicht. Die Frage ist, ob sie das jemals konnte. Daher ist es gut, dass die Stiftung diese Lücke schließt“, machte Beushausen deutlich.

Es sei leider in den vergangenen Jahren eine Entsolidarisierung in der Gesellschaft spürbar. „In einer Form, die ich selbst nicht erwartet habe. Da spielen viele Dinge eine Rolle. Aber wenn am Ende des Tages Geiz geil ist, dann bewegt sich diese Gesellschaft auf dünnem Eis“, sagte Beushausen. 

Der Bürgermeister dankte der Stiftung, die Kurs halte: „Sie ist eine Basis, an der wir uns orientieren können.“ Anschließend begeisterten die Gerzer Gospel Singers mit verschiedenen Liedvorträgen, die mit kräftigem Applaus bedacht wurden. Dazu waren auch die Sammelboxen am Ende des Tages gut gefüllt. Damit die Alfelder Kirchenstiftung „miteinander – füreinander“ weiter Gutes in den Gemeinden tun kann. (red)

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