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Land ebnet Weg für Regionales Versorgungszentrum im Leinebergland

(11.12.2020 / Niedersächsisches Ministerium für Bundes- und Europaangelegenheiten und Regionale Entwicklung)

Niedersachsen gibt über 1,3 Millionen Euro – Regionalministerin Honé lobt Zusammenarbeit

Der Aufbau eines Regionalen Versorgungszentrums (RVZ) am Standort Alfeld im Leinebergland rückt näher: Nachdem der Rat der Stadt Alfeld den Plänen am Mittwochabend zugestimmt hat, erteilte das niedersächsische Regionalministerium am Donnerstag einen Förderbescheid für das Projekt. „Ich freue mich sehr, dass sich das Leinebergland mit uns auf den Weg gemacht hat, um ein neues Versorgungskonzept für die ganze Region zu erproben“, sagte Regionalministerin Birgit Honé in Hannover.

Das Land fördert Aufbau und Betrieb eines RVZ in den kommenden Jahren mit 1.256 431,80 Euro. Bereits im September hatte das Ministerium Planungen für das RVZ mit 47.386 Euro unterstützt. Enthalten war dabei auch die Gründungsberatung für ein Medizinisches Versorgungszentrum (MVZ), das Bestandteil des RVZ werden soll. Das RVZ soll so mit angestellten Ärztinnen und Ärzten die Hausarztversorgung sichern und eine Bündelung mit anderen Angeboten der Daseinsvorsorge an einem zentralen und gut erreichbaren Ort im Leinebergland leisten.
Der Rat des Flecken Delligsen hat dem Vorhaben ebenfalls bereits zugestimmt. Die Umsetzung beginnt, wenn auch die übrigen Räte der Leineberglandkommunen über das Vorhaben beschlossen haben. Nach dem Alfelder Beschluss und der Förderzusage aus Hannover steht nun noch die Zustimmung der anderen beteiligten Gemeinden aus, danach kann die Umsetzung beginnen.

Bereits Ende kommenden Jahres soll das RVZ an den Start gehen. „Wir danken Frau Honé für das in den Regionsverein und seine Mitgliedskommunen gesetzte Vertrauen.

Mit dem RVZ Leinebergland bietet sich die Möglichkeit, die bewährte inhabergeführte Einzelpraxis um Angestelltenverhältnisse zu ergänzen. Mit diesem zukünftigen Gesamtportfolio gehen wir einen großen Schritt in Richtung Sicherung der Hausarztversorgung“, sagte Kirsten Greten, erste Vorsitzende des Vereins Region Leinebergland e.V..

Der Standort Alfeld ist eines von landesweit drei Modellprojekten zur Verbesserung der Daseinsvorsorge durch RVZ. Die Zentren sollen insbesondere in ländlichen Räumen soziale Infrastruktur schaffen, indem die Hausarztversorgung mit anderen Angeboten verbunden wird. Die Bandbreite kann dabei je nach regionalen Bedürfnissen groß sein.

Die Möglichkeiten reichen vom Hebammendienst über Pflegeangebote und sozialen Beratungsangeboten bis hin zu Physiotherapie und haushaltsnahen Dienstleistungen sowie einem Café als regionalem Treffpunkt. „Die RVZ sollen den Menschen die Gewissheit geben, in Niedersachsen auch in den ländlicheren Gebieten gut versorgt zu sein“, erklärte Regionalministerin Birgit Honé. Dazu gehöre, die RVZ dem regionalen Bedarf entsprechend individuell zu konzipieren. „Ich halte nichts von vorgegebenen Standardlösungen, die der Situation vor Ort nicht gerecht werden“, sagte die Ministerin.

Honé hob die gute Vernetzung und Zusammenarbeit der Mitgliedskommunen des Vereins Region Leinebergland e.V. hervor. „Die Region hat sich zusammengetan, um das Thema regionale Versorgung anzugehen und nun gemeinsam mit unserem Ministerium neue Wege zu gehen. Das hat mich sehr beeindruckt“, sagte die Ministerin.

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