Foto: Lebenshilfe Landesverband Niedersachsen e.V.

Kennen Sie HEP?

(30.05.2020 / red/mp)
Ausbildung zum/zur Heilerziehungspfleger*in 

An der Akademie für Rehaberufe in Hildesheim werden auch Heilerziehungspfleger*innen – kurz HEPs – ausgebildet. Gefragt, warum sie diesen Beruf ergreifen wollen, schwärmen Schüler*innen der Akademie „Es wird nie langweilig“, „Wir arbeiten gern mit Menschen“ oder auch „Es ist eine wirklich sinnvolle Tätigkeit!“

Heilerziehungspflege ist bunt und vielfältig. Ob im Kindergarten, in der Schule, in der Wohnstätte oder in der Werkstatt – in allen Einrichtungen der Behindertenhilfe werden HEPs als Fachkräfte gebraucht. HEPs begleiten Menschen mit Beeinträchtigung und Menschen mit psychischen Erkrankungen in allen Altersstufen und allen Lebenslagen, sowohl im stationären als auch ambulanten Bereich. HEPs tragen dazu bei, dass diese Menschen ein Höchstmaß an individueller Selbstständigkeit und Lebensqualität erreichen und leisten dadurch einen Beitrag zur Inklusion.

Die Ausbildung zum/zur Heilerziehungspfleger*in:

Heilerziehungspflege bildet die Schnittstelle zwischen Pflege und sozialpädagogischen Berufen. In der Ausbildung trainieren die Schüler*innen an der Akademie für Rehaberufe eine wertschätzende und empathische Haltung, die eine Voraussetzung ist, um Menschen mit Assistenzbedarf individuell zu begleiten. 

Die Ausbildung zum/ zur Heilerziehungspfleger/-in dauert 3 Jahre und findet sowohl in der Schule als auch mit einem hohen Praxisanteil in Einrichtungen der Behindertenhilfe statt.  Sie endet mit dem Berufsabschluss und der Fachhochschulreife. Dies eröffnet, wenn gewünscht, weitere Karrierechancen, neben den ohnehin sehr guten Anstellungsmöglichkeiten als HEP.

Aufnahmevoraussetzungen:

Sekundarabschluss I – Realschulabschluss / ein anderer gleichwertiger Bildungsstand und der erfolgreiche Besuch einer einjährigen Berufsfachschule Hauswirtschaft und Pflege, Schwerpunkt Persönliche Assistenz (vormals: Sozial- und Familienpflege) 

oder eine erfolgreich abgeschlossene mindestens zweijährige Berufsausbildung und den Berufsschulabschluss oder einen anderen gleichwertigen Bildungsstand

oder eine (Fach-)Hochschulzugangsberechtigung und ein einschlägiges Praktikum von 400 Zeitstunden.

Das Besondere der Ausbildung an der Akademie

Die Akademie für Rehaberufe in Hildesheim ist eine kleine, familiäre Schule, in der ein gutes Miteinander gepflegt und der persönliche Austausch geschätzt wird. „Es ist unsere Überzeugung, dass man nur an einem Ort, an dem man sich wohl fühlt, auch gut lernen kann. Verbundenheit, Offenheit sowie ein Klima, in dem es ok ist, Fehler zu machen, sind dafür die entscheidenden Faktoren“, betont die Schulleiterin Dr Lida Froriep-Wenk. „Uns ist es wichtig, dass sich Schüler*innen und Lehrkräfte gleichermaßen wertgeschätzt fühlen und gemeinsam voneinander lernen. Wir nutzen Konzepte des individuellen Lernens.“

Inhaltliche Schwerpunkte an der Schule liegen, neben diversen anderen Fächern der Berufskunde, in den Themen Autismus, psychische Erkrankungen und Gerontologie, Psychomotorik sowie im kreativen und musischen Bereich. 

Dr Lida Froriep-Wenk  erklärt: „ Die enge Verknüpfung zwischen Theorie und Praxis liegt uns besonders am Herzen. Die Schüler*innen bekommen von uns das nötige Fachwissen und Kompetenzen vermittelt, um fachlich fundiert zu arbeiten. Dabei ist uns aber auch wichtig, dass die Theorie in der Praxis Bestand hat. So arbeiten wir gerne mit den authentischen Erfahrungen der Schüler*innen.“  

Lebenshilfe Landesverband Niedersachsen e.V.
Akademie für Rehaberufe
Fachschule Heilerziehungspflege 
Peiner Str. 6/8, 31137 Hildesheim
Tel: 05121-402682 
E-Mail: fs-hildesheim@lebenshilfe-nds.de


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