Liebe Leserinnen und Leser,
Endlich können auch wir Sie im Neuen Jahr begrüßen, traditionell mit einem Monat Verspätung, denn mit der Februar Ausgabe halten Sie ja das erste SIEBEN: Heft in 2026 in den Händen. Na, wie war’s für Sie? Die festliche Weihnachtsstimmung, der verlängerte Weihnachtsmarkt, das bunte Sylvester Fest, die zauberhafte Schneelandschaft, die Sache mit den guten Vorsätzen, die erste Diät des Jahres? Jetzt ist der Januar auch schon wieder Vergangenheit, elf Monate bleiben noch.
Wir blicken gespannt und mit Vorfreude auf dieses Jahr 2026, das für uns ein ganz Besonderes ist. Erinnern Sie sich zufällig noch an das Jahr 1996? Wahrscheinlich eher nicht so ganz genau oder vielleicht waren Sie noch gar nicht geboren. Ein paar kleine (Erinnerungs-) Hilfen: 1996 spielten die Fugees mit ihrem Song Killing me softly den absoluten Nummer 1 Hit, aber auch Lemon Tree von Fools Garden oder Earth von Michael Jackson waren ganz vorne mit dabei; Independence Day wurde zum Topseller im Kino, Sophies Welt von Jostein Gaarder führte die Bücher-Bestsellerlisten, Helmut Kohl war immer noch Kanzler; Alfeld feierte das 14. Schützen -und Heimatfest, der Kaiserhof wurde abgerissen, die Stadtbücherei bezog ihre Räume in der Perkstraße, die Alfelder Band Mo’Rain spielte im legendären Landvolk. Und: Die SIEBEN: erblickte das Licht der Welt, im Jahre 7 der deutschen Wiedervereinigung, in der Leinestadt bei den Sieben Bergen, mit sechs „Vätern“!
30 Jahre gibt es uns schon – unabhängig und unbezahlbar, man mag’s kaum glauben. Da kann man schon mal ins Nachdenken kommen: War früher tatsächlich alles besser? Aber auch: Wie schauen wir eigentlich auf Kommendes?
Selbst wenn es nicht immer so scheint: Es liegt auch ganz viel an uns selbst, wie und vor allem in welcher Stimmung wir die nächste Zeit verbringen wollen. Wollen wir weiter gefühlt jede Minute auf Social Media starren, ängstlich auf eine weitere schlechte Nachricht warten, mitmachen im Chor der Miesmacher*innen, immer wieder betonend, früher sei alles besser gewesen, alles ginge den Bach runter?
Oder wollen wir es nicht lieber mit dem kanadischen Premierminister halten, der auf dem Weltwirtschaftsgipfel in Davos, als alle noch vor dem nächsten Auftritt des US-Präsidenten zitterten, sinngemäß sagte: „Wir nehmen die Welt aktiv so an, wie sie ist, und warten nicht auf eine Welt, wie wir sie uns wünschen. Auch in einer veränderten Welt bleiben wir prinzipientreu mit dem Verbot der Anwendung von Gewalt und der Achtung der Menschenrechte, und pragmatisch bei der Frage, dass Interessen auseinandergehen. Die alte Ordnung kommt nicht zurück. Wir sollten ihr nicht nachtrauern. Nostalgie ist keine Strategie. Aber aus der Zerrissenheit können wir gemeinsam etwas Besseres, Stärkeres und Gerechtes aufbauen“.
Auch wir sind bereit, mit zu gestalten, und sei es nur in unserer Region. In diesem Sinn blicken wir zuversichtlich nach vorn, gemeinsam mit so vielen anderen Engagierten das Leben positiv anzugehen, uns von Inseln faszinieren zu lassen, für die Mitarbeit im Netzwerk Nachbarschaft zu werben, ein Instrument an der Musikschule zu erlernen, vielleicht auch für bleibende Erinnerung ein Möbelstück bei Wolff zu erwerben, uns endlich auf das Johanniterkrankenhaus Gronau einzulassen und nicht länger dem Alfelder nachzutrauern, Energieversorgung und Radwegekonzepte positiv wirken zu lassen, uns in der Kommunalpolitik zu engagieren und die vielen Veranstaltungen im Februar ganz einfach genießen.
Willkommen in unserem
Jubiläumsjahr 2026, viel Spaß beim Lesen dieser Ausgabe, bleiben Sie aktiv zuversichtlich.
Ihre SIEBEN:






