Golden ist, was gemeinsam glänzt

Liebe Leserinnen und Leser, 

reden wir mal über Geld. Über das Geld, um das sich angeblich alles dreht. An dieser Redewendung ist tatsächlich etwas dran. Geld wird verdient und wieder ausgegeben. Im Idealfall bleibt es in der eigenen Umgebung irgendwie im Umlauf. Eine Mieterin zahlt Miete an einen Vermieter, der investiert wiederum in die Wohnung und beschäftigt eine Anlagenmechanikerin für Sanitär, Heizung und Klimatechnik, die wiederum in einem Einzelhandelsgeschäft, der Arbeitsstätte der Mieterin, einkauft… Das ist nur der Versuch eines Beispiels, man kann dieses weiterdenken oder sich unzählige neue ausdenken. 

Es wäre schön, wenn das Geld in Alfeld bliebe, dann hätten die Händler und letztlich alle etwas davon. Der Einzelhandel hat wirtschaftlichen Nachholbedarf, so viel ist klar, mussten doch während der Corona-Pandemie viele Geschäfte in der Innenstadt zeitweise schließen. Die Einzelhändlerinnen und -händler haben in vielen Fällen von ihrem Ersparten gelebt und überlebt. Deshalb gibt es glücklicherweise noch ein Einkaufsangebot. Und das ist viel wert.

Haben Sie, liebe Leserin oder lieber Leser, schon einmal eine Zeit ohne Auto verbracht, in der Sie auf Bus und Bahn und auf die Unterstützung von Freunden und Angehörigen angewiesen waren? Wenn ja, wissen Sie vielleicht, wie wichtig es ist, in der Nähe Angebote zu haben, um die Dinge des täglichen Bedarfs zu besorgen. 

Auf ein Einkaufsangebot muss gelegentlich auch einmal hingewiesen werden, damit es wieder richtig wahrgenommen und wertgeschätzt wird. Der „Goldene Sonntag“, der beliebte verkaufsoffene Sonntag in der Alfelder Innenstadt mit Straßenflohmarkt, ist eine
Aktion in diesem Sinne.
Am 7. November ist es nach einem Jahr
Zwangspause wieder so weit. 

Aber da nicht gleich alles Gold ist, was glänzt, gibt es auch noch ein tolles Kulturprogramm
für das volle Goldgefühl. 

Künstlerinnen und Künstler öffnen ihre Ateliers. Sie freuen sich darauf, mit Besucherinnen und Besuchern ins Gespräch zu kommen, also mit Ihnen. Man denkt ja oft, dass ein Kreativer nur ein ausgefallenes Hobby ausübt, aber weit gefehlt. Auch Künstlerinnen und Künstler leben nicht selten von ihrer Kunst. Auch dabei geht es letztlich ums Geld. 

Viel Spaß bei den Atelierbesuchen, beim
Shoppen und Flanieren und beim Lesen dieser SIEBEN: wünscht

Ihre SIEBEN:

(hst)