Foto: Britta Märländer-Messdaghi

Finden und Einlassen

(01.09.2020 / red/ne)

Bis zum 27.09.2020, Klosterhügel  Brunshausen 

Werke von Britta Märländer-Messdaghi 

Nach der Pandemie bedingten Pause mit zwei ausgefallenen Kunst-Präsentationen kann der Kunstkreis seine geplante Ausstellungsreihe fortsetzen.  

Mit Werken der Künstlerin Britta Märländer-Messdaghi aus Bad Salzdetfurth wird die vierte Ausstellung in diesem Jahr auf dem Klosterhügel stattfinden – natürlich mit den notwendigen Sicherheitsvorkehrungen wie Mund-Nasenschutz, Abstandhalten und Desinfektionsmaßnahmen. 

Über ihre Kunst berichtete Britta Märländer: „Zur Kunst in ihren vielfältigen Ausdrucksformen hat es mich bereits früh in meinem Leben hingezogen. Allerdings bin ich dieser Neigung erst vor etwa 18 Jahren konkret nachgegangen. Damals stand im Vordergrund, die Malerei als Möglichkeit zur Entspannung und Verarbeitung meiner Eindrücke und Belastungen aus meiner beruflichen Tätigkeit als Psychotherapeutin zu nutzen.“ 

„Vor diesem Hintergrund entwickelte sich jedoch schon bald ein großes Interesse am Gestalten, das weit über die eingangs benannte Motivation hinausging,“ erzählt sie weiter. „Die Lust am Experimentieren wuchs, meine Arbeit in der Malerei intensivierte sich und motivierte mich zur Suche nach neuen Techniken und künstlerischen Ausdrucksformen. Unterschiedliche Künstler führten mich in verschiedene Techniken ein, wie in die die Enkaustik, die Monotypie, in das Papierschöpfen, das Collagieren sowie in die Frottage-Technik. Zeitgleich begann sich meinen Blick zu schärfen für die harmonischen Farben und oft bizarren Formen in der Natur, wovon meine Arbeiten auch heute noch stark beeinflusst sind. Deshalb auch der  Titel meiner Ausstellung „Finden und einlassen“. Im Restaurationswerk meines Mannes finde ich u. a. eine Fülle von unterschiedlichen Materialien – gebrauchtes Schleifpapier, Schellack, Sumpfkalk, Wachse, Bretter mit interessanten Strukturen, Türblattfüllungen von alten Möbeln-  und entwickele neue Techniken.“

Die Künstlerin erklärt: „Der heutige Gedanke an Müllvermeidung und den Umgang mit Ressourcen liegt nahe, ist aber dabei lediglich ein `Nebenprodukt´ meiner Heransgehensweise. Mir geht es darum, mit meiner Binnenwahrnehmung, mit der äußeren Welt und den Dingen um mich herum in Fluss zu bleiben.“

Die verheiratete Künstlerin hat 4 Kinder, 2 Enkelkinder sowie 3 Urenkel und lebt mit ihrem Mann in Bad Salzdetfurth. 20 Jahre versorgte sie ausschließlich Haushalt und Familie. Über den zweiten Bildungsweg absolvierte sie ein Psychologie-Studium an der TU Braunschweig und arbeitete viele Jahre als Psychotherapeutin in psychosomatischen Kliniken sowie bis  heute in eigener Praxis.   (red/ne)

Die Ausstellung ist bis 27. September 2020 freitags, samstags und sonntags bei freiem Eintritt von 15-17 Uhr geöffnet ist. Die Künstlerin ist jeden Sonntag anwesend.
www.kkb-brunshausen.de

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