© Susanne Röthig

Eulennest ist bezugsfertig

Kita Hörsum baulich und finanziell fast im Plan

Noch wird an den Außenanlagen gebaut. Am 5. Januar sollen die ersten Kinder für Leben in der Dorfmitte sorgen.

Am 5. Januar soll es so weit sein: Rund 30 Kindergarten- und etwa 10 Krippenkinder beziehen ihr neues Domizil, weitere folgen in den kommenden Monaten, sodass die Kita spätestens im Mai mit insgesamt 65 Kindern voll ausgelastet ist. 13 Mitarbeiterinnen sollen sich dann um die zwei Kindergarten- und eine Krippengruppe kümmern. Am Mittwoch, 14. Dezember, erhielt die Stadt Alfeld (Leine) als Betreiber der Einrichtung vom zuständigen Architekten Rainer Rudolf den symbolischen Schlüssel überreicht. Als stellvertretende Kita-Leiterin übernahm Regine Scheffler-Heuer, die die erkrankte Einrichtungsleiterin Marion Cassau vertrat, diesen. Landrat Bernd Lynack, Hörsums Ortsbürgermeister Stephan Schaper, Mitglieder des Alfelder Stadtrats, Vertreter des Ortsrates und Mitarbeitende der Stadt Alfeld (Leine) freuten sich mit den Nachbarn über das neue Gebäude, das in Anlehnung an das Hörsumer Wappentier Kita Hörsumer Eulennest heißt und in der Dorfmitte entstanden ist. 

Der Neubau der städtischen Kita Hörsumer Eulennest ist trotz Pandemie und Materialengpässen fast nach Plan verlaufen. Bei der Schlüsselübergabe freuen sich (von links): Marie-Luise Betram, Stephan Schaper, Rainer Rudolf, Bernd Beushausen, Regine Scheffler-Heuer, Jennifer Holzgreve und Bernd Lynack.

„Als Kind habe ich hier Fußball gespielt“, blickte Alfelds Bürgermeister Bernd Beushausen kurz auf die Vergangenheit zurück. Der ehemalige Fußballplatz bietet zukünftig wieder viel Platz zum Spielen, Entdecken, Freundschaften schließen und Miteinander. Nachdem Mitte 2020 die ersten Vorplanungen liefen, lag bereits am 16.12.2020 die Baugenehmigung vor. Dem ersten Spatenstich Ende Mai 2021 folgte am 28.10.2021 das Richtfest. Eine Lärmschutzwand, „um die Nachbarschaft nicht zu stören“, so Rainer Rudolf, wurde errichtet. Den Verantwortlichen gelang es, dass die 2020 geschätzten und vom Landkreis Hildesheim und der Stadt Alfeld finanzierten Baukosten von 2,8 Millionen Euro nur um 100.000 Euro überschritten wurden. Ebenfalls konnte die Bauzeit weitestgehend eingehalten werden. Das sei bei der derzeitigen Lage nicht selbstverständlich, so Bernd Beushausen. Dank gab es dafür seitens des Bürgermeisters besonders für die Projektverantwortliche Marie-Luise Bertram von der Stadt Alfeld (Leine). Da Kita-Plätze aufgrund erhöhter Geburtenraten und dem Zuzug von Geflüchteten rar seien, werde die Kita Lützowstraße, aus der ein Großteil der Kinder zukünftig in Hörsum betreut wird, bis auf Weiteres den Betrieb aufrechterhalten und nicht kurzfristig, wie ursprünglich vorgesehen, den heutigen Anforderungen angepasst, so Bernd Beushausen. 

Zwar sind Felix und Louisa Schaper schon zu groß für die Krippengruppe, testen aber doch einfach mal das Mobiliar.

Ausgestattet ist das Gebäude in Hörsum mit einer Fotovoltaik-Anlage und eine Wärmepumpe für die Nutzung der Erdwärme. 750 Quadratmeter Fläche steht den Kindern und Mitarbeiterinnen barrierefrei zur Verfügung, dazu kommen die Außenanlagen, die von den drei Gruppenräumen jeweils separat zu betreten sind. Diese sind noch nicht ganz fertig, aber die Spielgeräte sind bereits aufgestellt. Ein großzügiger Mehrzweckraum und eine Küche, die zusätzlich mit auf Kindergröße angepassten Arbeitsflächen ausgestattet ist, sind Teil der modernen Kita, in der die Kinder von 8 bis 16 Uhr betreut werden können. „Wir legen viel Wert auf die Ernährung, die Zubereitung von Speisen und das gemeinsame Essen“, erklärt Jennifer Holzgreve, Leiterin des Amts für soziale Angelegenheiten im LDZ-Gespräch.

Frische Farben in den Sanitärbereichen: Jennifer Holzgreve zeigt beim Rundgang durch das Gebäude, dass Kindern und Mitarbeitenden in Hörsum eine moderne Einrichtung, die dem heutigen Standard entspricht, zur Verfügung steht.

Lediglich das Mobiliar lässt noch etwa auf sich warten. „Wir behelfen uns vorerst mit Ausstattungen aus der Lützowstraße, bevor dann voraussichtlich Ende Januar die endgültige Einrichtung geliefert wird“, so die Amtsleiterin. „Im Frühjahr soll dann ein gemeinsames Fest der Dorfgemeinschaft und der Kita stattfinden“, kündigt sie weiterhin an. Erfreut sind Hörsums Ortsbürgermeister Stephan Schaper und der Leiter des Hochbauamtes Gerrit Engelke über das Engagement der Senioreneinrichtung Bergland Residenz Alfeld an der Leine. Diese hat sieben Bänke für den Außenbereich zur Verfügung gestellt. „Wir sind an einem gemeinsamen Miteinander der Generationen interessiert und hoffen, dass die Sitzmöbel oft genutzt werden“, so Lars Rhode, Einrichtungsleiter der Bergland Residenz.

Insgesamt sieben Bänke stellt die Bergland Residenz Alfeld an der Leine für das Gelände rund um die Kita zur Verfügung. Stephan Schaper (links) und Gerrit Engelke (rechts) danken Einrichtungsleiter Lars Rhode.

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