Seit 1977: Gerhard-Most-Musikschule in Alfeld
Sa. 25. April, Tag der offenen Tür
Seit 1977 ist die Musikschule Alfeld fester Bestandteil des kulturellen Lebens in Alfeld und Umgebung. Aktuell unterrichten 13 Lehrkräfte mehr als 800 Menschen unterschiedlichen Alters, um gemeinsam mit ihnen die Faszination der organisierten Klänge zu erleben. „Wir sind mit unserem engagierten Team sehr gut aufgestellt“, freut sich Tamara Brinkmann.
Sie ist bereits seit August 2017 Mitarbeiterin der Musikschule und hat
seit März 2025 die Gesamtleitung übernommen.
Unterstützung erhält sie von Bernd Nawothnig, der als musikalisch-pädagogischer Leiter für alle musikalischen Belange wie z.B. die Konzertplanungen zuständig ist.
Bernd Nawothnig ist Gewinner mehrere Jazzpreise und seit langer Zeit als Musikpädagoge und Workshopleiter gefragt. Auch Tamara Brinkmann liebt die Musik und musiziert seit ihrer Kindheit im privaten Bereich.

Der Kontrabass steht stellvertretend für die Musik, selbst spielt sie Klavier: Für die Dipl.-Kauffrau und Diplom-Pädagogin Tamara Brinkmann ist die Leitung der Musikschule Alfeld ein Traumjob.

Bernd Nawothnig ist Schlagzeuger, Vibraphonist und Sänger. Er absolvierte ein Studium in NYC am Drummers Collective und an der New School Manhattan. Neben seinem Bernd Nawothnig Quartett ist er Schlagzeuger im Mariam Lazizi Quartett aktiv und mit der Band Chinermany international unterwegs, die eine Mischung aus chinesischer Musik und Jazz spielt. Traditioneller ist er bei den Swing Club Cats zu hören. Bernd Nawothnig unterrichtet seit mehr als 25 Jahren an der Musikschule Alfeld und ist nun zusätzlich als musikalisch-pädagogischer Leiter tätig.
Kostenlose Probeeinheit
„Das Klavier und die Gitarre sind zurzeit die nachgefragtesten Instrumente“, berichtet die Musikschulleiterin.
Die Auswahl an Streich-, Tast-, Zupf-Schlag- und Blasinstrumenten ist groß. Leihinstrumente sind vorhanden. „Wir freuen uns, unsere Schülerschaft in allen Altersklassen bis ins hohe Alter bei der Auswahl zu begleiten und sie in ihrer Begeisterung zu unterstützen.“
Bereits mit sechs Monaten kann im Babykurs, zusammen mit Mama oder Papa, der Einstieg in die Musik erfolgen. Weiter geht es mit dem Musikgarten und der Musikalischen Früherziehung bevor es meist im Einzelunterricht mit dem Erlernen eines Instrumentes weitergeht.
Ensembles und Kooperationen mit Schulen und Kindertagesstätten bieten das Musizieren in Gemeinschaft.
Erleben, Konzentration, Ausdauer, Geduld, Rücksichtnahme, Fingerfertigkeit und Körperkontrolle werden gefördert.
Der Unterricht findet in den jeweiligen Kooperationseinrichtungen statt. Gruppen- und Einzelunterricht bietet die Musikschule im Alfelder Gymnasium nachmittags für alle Interessierten an, auch wenn sie nicht das Gymnasium besuchen. Eine kostenlose Probeeinheit ist ebenfalls möglich.

Die Zweitklässler der Grundschule Föhrste mit ihrer Lehrerin Anke Wittmeyer (links) und Musikschullehrerin Victoria Bode (rechts).
Baby-Kurs und neue Schülerband
Ganz neu lädt die Musikschule dienstags, 11:45 Uhr, ins Familienzentrum, Marktplatz 5 in Alfeld für „Musik für die Kleinsten“ ein.
Musik berührt Körper, Herz und Geist von Anfang an. Mit Liedern, Reimen,
Fingerspielen, Rasseln, Klanghölzern und Trommeln soll das gemeinsame Musizieren verbinden. Der Einstieg ist jederzeit nach Anmeldung möglich. Ein weiteres Angebot startet am 11. Februar alle 14 Tage mittwochs von 17
bis 18:30 Uhr im Alfelder Gymnasium. Musikschullehrer Marek Halicki möchte mit jungen Menschen, die bereits ein Instrument beherrschen oder gern singen möchten, eine Schülerband etablieren. Eine Anmeldung ist erforderlich.
Neu ist auch die Kooperation mit der VHS. Ab April lehrt Petra Becker erwachsene Interessierte das Gitarre spielen ohne Noten. Nähere Informationen sind im neuen VHS-Magazin zu finden.
Sponsoring und Fördermitgliedschaften
Die finanzielle Förderung der Musikschulen durch das Land Niedersachsen fällt leider wesentlich geringer aus als in anderen Bundesländern wie z.B. Bayern oder Baden-Württemberg. Daher bin ich immer wieder auf der Suche nach Förderprogrammen.
Dank des Programms Kultur macht stark sind seit letztem Sommer durch die Vollfinanzierung des Bundes mehrere Musikprojekte möglich geworden, mit denen insbesondere benachteiligte Kinder angesprochen werden. Besonders danken möchte die Musikschule dabei auch den Kooperationspartnern u.a. Einrichtungen der Stadt Alfeld, der Kirchengemeinde St. Nicolai und den Schulen, ohne die diese Projekte nicht stattfinden könnten.
Da die Musikschule auf finanzielle Unterstützung angewiesen ist, freut die Leitung sehr über Sponsoren wie Meyer Seals oder die seit vielen Jahren erfolgte finanzielle Hilfe der Bürgerstiftung Alfeld,. Diese ermöglicht es beispielsweise, dass alle Zweitklässler ein Jahr lang unter professioneller Leitung an Instrumenten sowie Gesang üben und das Gelernte während eines großen Abschlusskonzerts gemeinsam präsentieren.
Auch die Volksbank, die Sparkasse, der Lions Club, die Marianne-Tewes-Stiftung und zahlreiche private Spender unterstützen die Musikschule. „Uns helfen aber auch die Übernahme von Patenschaften oder Fördermitgliedschaften, denn immer wieder kommt es vor, dass Eltern ihre Kinder abmelden müssen oder sie erst gar nicht anmelden, da sie sich den Unterricht nicht leisten können. Besonders bei sehr talentierten Kindern ist das schade“, so Tamara Brinkmann.
Tag der offenen Tür
Am Samstag, 25. April haben alle, die die vielfältigen Möglichkeiten der Musikschule kennenlernen möchten, im Rahmen des Frühlingsmarktes die Gelegenheit, Instrumente auszuprobieren und mit Lehrkräften zu sprechen. Es sind kleine Vorspieleinheiten von Schülerinnen und Schülern geplant, eine Anmeldung ist nicht erforderlich. „Nachwuchsgewinnung ist für uns eine herausfordernde Aufgabe, um mit unserem super qualifizierten und engagierten Lehrerteam, das hinter der Musikschule steht, auch nach fast 50 Jahren weiterhin in Alfeld den Kontakt zur Musik zu ermöglichen“, sagt Tamara Brinkmann.
Geschäftsführer Ulrich Behre vom Sponsor Meyer Seals sieht die Musikschule als Qualitätsmerkmal einer Stadt. „Gemeinsam mit meinem Sohn konnte ich mich selbst von den musikalischen und pädagogischen Fähigkeiten Bernd Nawothnigs überzeugen und freue mich, dass dieser nun die musikalische Leitung innehat.“ (sr)






