Foto: UNESCO-Welterbe Fagus-Werk

„DER ARBEIT PALÄSTE BAUEN – Die erste und die letzte Fabrik von Walter Gropius“

(29.04.2020/ red/ne) 
Sonderausstellung wird verlängert 

Die Ausstellung „DER ARBEIT PALÄSTE BAUEN – Die erste und die letzte Fabrik von Walter Gropius“, die anlässlich des 100-jährigen Bauhausjubiläums seit November 2019 in der Fagus-Galerie im UNESCO-Welterbe Fagus-Werk präsentiert wird, hat bereits zahlreiche Gäste begeistert. Aufgrund der großen Nachfrage wird sie bis einschließlich zum 7. August 2020 verlängert.

Die Ausstellung folgt dem Zitat des Architekten und Bauhausgründers Walter Gropius: „Der Arbeit müssen Paläste errichtet werden, die dem Fabrikarbeiter, dem Sklaven der modernen Industriearbeit, nicht nur Licht, Luft und Reinlichkeit geben, sondern ihn noch spüren lassen von der Würde der gemeinsamen großen Idee, die das Ganze treibt (…).“

„Der Arbeit Paläste errichten“ – dieser Grundsatz zieht sich wie ein roter Faden durch die Fabrikbauten von Gropius – vom ersten Auftrag, dem Fagus-Werk in Alfeld (1911) bis zu seinem letzten Entwurf, der Glasfabrik in Amberg (1970). 

Gropius Planungen orientierten sich grundsätzlich an den Erfordernissen des Herstellungsprozesses und an der Verbesserung von Arbeitsbedingungen. Außergewöhnliches gelang ihm immer dann, wenn seine Bauherren und er über den reinen Bauauftrag hinaus ähnliche Ziele verfolgten. Die Form folgt der Funktion – dieser Gestaltungsgrundsatz des von Walter Gropius gegründeten Bauhauses lässt sich auch an den beiden Fabrikbauten in Alfeld und Amberg nachvollziehen. In der Wahl der Werkstoffe sind beide Produktionsstätten „Kinder ihrer Zeit“ und gleichzeitig stilprägend gewesen. Die Ausstellung lädt ein, Unterschiede und Gemeinsamkeiten dieser beiden herausragenden Beispiele deutscher Industriearchitektur zu entdecken.

Eine Besonderheit, die beide Industriebauten bis heute prägt, ist die Tatsache, dass sowohl im Fagus-Werk als auch im Glaswerk in Amberg bis heute aktiv produziert wird.

Arbeiten des Fotografen Clemens Zahn ergänzen die Ausstellung. Er hat die Gropius-Bauten in Alfeld und Amberg auf seine Weise in den Blick genommen. Hervorstechendes Merkmal der meisten Bilder sind Reduktion und Unschärfe: Details lösen sich auf, Form und Farbe dagegen treten umso stärker hervor.  

Die Ausstellung ist ein Kooperationsprojekt des Vereins der Freunde und Förderer des UNESCO-Weltkulturerbes Fagus-Werk e.V., der Stadt Amberg und dem Stadtmuseum Amberg.

www.fagus-werk.com

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