Foto: Susanne Röthig

Damit Zukunft kein Traum bleibt: 78.040 Euro für Stadt Alfeld (Leine)

30.08.2021 (sr)

Ministerin Birgit Honé überbringt Zuwendungsbescheid

Das Förderprogramm „Zukunftsräume Niedersachsen“ richtet sich primär an niedersächsische Klein- und Mittelstädte sowie Gemeinden und Samtgemeinden in ländlichen Räumen ab einer Einwohnerzahl von 10.000, in denen ein Grund- oder Mittelzentrum festgelegt ist.

Das Förderprogramm „Zukunftsräume Niedersachsen“ kann mitentscheidend sein, in welche Richtung es für Alfeld geht. Von links: Bernd Beushausen, Volker Senftleben (Landtagsabgeordneter), Birgit Honé, Tanja Dornieden, Dr. Frank-Peter Heidrich und Mario Stellmacher sind überzeugt, dass eine virtuell und real erlebbare attraktive Innenstadt EinwohnerInnen und TouristInnen zum Aufenthalt einlädt.  Foto: Susanne Röthig

Diese Zentren übernehmen wichtige Versorgungsfunktionen für ihr Umland – etwa in den Bereichen medizinische Versorgung, Einzelhandel oder auch Kultur – und fungieren als wesentliche Motoren der regionalen Entwicklung. Ziel des Programms ist, die Initiierung stadtregionaler Kooperationen und die Entwicklung von Projekten zu stärken, die dazu beitragen, die Ankerfunktion von Mittel- und Grundzentren für die sie umgebenden ländlichen Räume zu stärken. So geht es auf der Internetseite des niedersächsischen Ministeriums für Bundes- und Europaangelegenheiten und regionale Entwicklung hervor.

„Alfeld 2.0-Augmented Reality findet Stad(t)t” so der etwa sperrige Name des Projekts für das die Stadt Alfeld einen Förderantrag gestellt hat. Übersetzen kann man das etwa so: „Computergestützte Erweiterung der Realitätswahrnehmung“. Um ein neues Leitbild für die Stadt zu entwickeln und somit gegen Wohn- und Gewerbeleerstand und das Gefühl des Abgehängt-Seins vor allem von jüngeren Menschen entgegenzuwirken, sollen vor allem Jugendliche und jüngere Erwachsenen ins Boot geholt werden, um Ideen zu entwickeln, die die Stadt virtuell und real zum attraktiven Begegnungsraum machen. Als Kooperationspartner haben beispielsweise der Verein für Heimatkunde, alt-alfeld, Schulen, Data Network Alfeld, das Forum Alfeld Aktiv, die Standortgemeinschaft Innenstadt, Stadtjugendpflege, Stadtjugendring, Industrieverein, SAPPI Alfeld und der Regionsverein Leinebergland ihre Mitarbeit zugesagt. Umgesetzt wird das Projekt voraussichtlich von Anfang 2022 bis Ende 2023.

Der Bewilligungszeitraum ist klar definiert. Foto: Susanne Röthig

Die Ministerin für Bundes- und Europaangelegenheiten und regionale Entwicklung Birgit Honé besuchte die Leinestadt am 10. August 2021 persönlich, um die erfreuliche Botschaft zu überbringen, dass Alfeld beim Förderprogramm „Zukunftsräume Niedersachsen“ berücksichtigt wurde und hatte einen Zuwendungsbescheid über 78.040 Euro dabei. „Sie haben ein innovatives Projekt entwickelt. Alle Bevölkerungsschichten sind eingebunden, um Geschichte und Zukunft zu verbinden. Sie setzen dabei die Digitalisierung intelligent ein“, lobte die Ministerin. „Wenn das gelingt, kann ich mir vorstellen, dass es Nachahmer finden wird. Ich sehe uns schon mit einer VR-Brille durch Alfeld gehen“, sagte Dr. Frank-Peter Heidrich vom Amt für regionale Landesentwicklung begeistert. „Das tut die Stadt nicht nur, weil es Geld gibt“, betonte Alfelds Bürgermeister Bernd Beushausen. Tanja Dornieden, die bereits andere Kommunen bei Projektskizzen und Bewerbungen unterstützt hat, und Mario Stellmacher hätten kreative Ideen und den Rückhalt von allen Ratsfraktion, erfolgreich ein neues Leitbild für die Stadt Alfeld (Leine) zu entwickeln.    

Mario Stellmacher, der den Förderantrag gemeinsam mit Tanja Dornieden (SIEBEN berichtete in der Juni-Ausgabe), gestellt hat, erklärte: „Alfeld möchte ein Zukunftsraum werden, der auch für den Tourismus interessant wird und auch Sicherheit durch eine Warnmöglichkeit für Innenstadtbewohner- und -besucher möglich macht. Denn aufgrund eines eventuell eintretenden Störfalls mit Gefährdung der Bevölkerung, könnte durch eine sofortige Warnung mit Hinweis auf Maßnahmen, die Betroffene ergreifen sollten, ein großes Plus an Sicherheit erreicht werden. Ob diese Umsetzung allerdings möglich sein wird, muss in jedem Fall rechtlich geprüft werden.“

Alle Vorschläge sollen ergebnisoffen diskutiert werden und im Stadtrat dann zu einem neuen Leitbild der Stadt Alfeld führen. „Unsere Netzwerkpartner haben bereits viele Ideen und warten nur darauf, diese vorzustellen und umzusetzen. Ich hoffe auf eine breite Mitarbeit der Bevölkerung“, so Mario Stellmacher.

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