Entspannung und Entdeckungen im Leinebergland
Die Sonne lockt und die schönen Ziele müssen nicht weit weg sein. Ein Ausflug im Leinebergland lohnt, beispielsweise nach Deinsen.
Das kleine Dorf mit rund 350 Einwohnenden liegt eingebettet zwischen Külf und Duinger Wald.
Als Ausgangspunkt der Wanderung bietet sich der Wanderparkplatz am Ortseingang aus Richtung Lübbrechtsen kommend an.
Gleich dort fällt ein QR-Code ins Auge, der Infos zu einem LandArt-Projekt der Kulturregionale aus dem vergangenen Jahr enthält, darunter ein kleines Insektenhotel, das die Dorfjugend gefertigt hat. „Insgesamt gibt es im Ort 10 QR-Codes, die zur digitalen Entdeckung Deinsens einladen“, erklärt Initiatorin und Dorfmoderatorin Ortrud Michael.
Der Weg vom Wanderparkplatz führt vorbei am Kunstprojekt, das an die früher üblichen Heuhaufen erinnert, hinauf zu einem ersten Sitzplatz inklusive Aussicht auf Duinger und Thüster Wald. Dieser wird, wie viele andere und die Schutzhütte Steinkuhle, vom Heimat- und Kulturverein gepflegt. „Wir haben da ein sehr engagiertes Team“, erzählt Ortrud Michael. Vom Sitzplatz aus führt nach links der Eichenweg Richtung Ehrenmal. Knorrige Eichen und Kiefern säumen den Waldrand, die Äste abgestorbener Bäume muten wie riesige Geweihe an. Veilchen, Buschwindröschen, Huflattich signalisieren den Frühling.
Eine weitere Bank mit Herz lädt zum Verweilen ein. Das Ehrenmal unterhalb der Schutzhütte Steinkuhle punktet ebenfalls mit bestem Blick auf die gegenüberliegenden Wälder und das Dorf. Richtung Banteln geht es bergauf. Auf dem höchsten Punkt liegt die Abzweigung nach rechts zum Cölleturm. Dieser wurde vom Advokaten Friedrich Rautenberg um 1835 erbaut. Der Hannoveraner versuchte sich auf dem damals teils unbewaldetem Gebiet auch im Weinbau, war aber nicht erfolgreich. Später kaufte Carl Cölle den Turm, von dem ein lohnenswerter Blick auf die Sieben Berge, die Zuckerfabrik in Nordstemmen und die Marienburg möglich ist. Auch hier laden Sitzplätze zur Pause ein.
Der Weg ist das Ziel: Dieser kann auf dem Kammweg zurück in Richtung Wanderparkplatz fortgesetzt werden und bietet verschiedenen Möglichkeiten zur Verlängerung bzw. Abkürzungen. Beim Dorfrundgang gibt es u. a. Infos zum Thie-Brunnen, zur Kirche, Mühle, Schule und der letzten Abholung der Milchkannen.
Fazit: Ein aussichtsreicher Ausflug mit Einblick in die Vergangenheit, für den je nach Dauer der Pausen ca. zwei bis drei Stunden eingeplant werden sollten. Rucksackverpflegung bietet sich an. Wer möchte, beschließt den Tag im Räuber Lippoldskrug in Brunkensen oder isst ein Fischbrötchen in Rott (Öffnungszeiten beachten). (sr)
Die Milchbank erinnern an die letzte Abholung der Milchkannen im Jahr 1975. Dorfmoderatorin Ortrud Michael hat die digitale Entdeckungstour initiiert.
www.deinsen.de







