Fotos: Susanne Röthig

Birnen-Marmelade mit Zimt

Einfach mal ausprobieren:

Zutaten Für Birnen-Marmelade:

1 kg Birnen

1 Biozitrone

2 Zimtstangen

500 g Gelierzucker 2:1

Zubereitung:

Birnen schälen und Kerngehäuse entfernen. In kleine Stücke schneiden. Zitrone heiß waschen, Schale abreiben und Saft auspressen. Birnen zusammen mit 100 ml Wasser, Zitronensaft, abgeriebene Zitronenschale und Zimtstangen etwa 15 Minuten kochen. Zimtstangen entfernen. Die Birnen nun je nach Wunsch pürieren. Gelierzucker hinzufügen, aufkochen und 5 Minuten sprudelnd kochen lassen. In sterilisierte Marmeladengläser umfüllen und auf dem Kopf abkühlen lassen.

Die SIEBEN: wünscht viel Spaß beim Zubereiten und guten Appetit.

Das Gedicht zum Obst: Herr von Ribbeck auf Ribbeck 

von Theodor Fontane

Herr von Ribbeck auf Ribbeck im Havelland,
ein Birnbaum in seinem Garten stand,
und kam die goldene Herbsteszeit
und die Birnen leuchteten weit und breit,
da stopfte, wenn‘s Mittag vom Turme scholl,
der von Ribbeck sich beide Taschen voll,
und kam in Pantinen ein Junge daher,
so rief er: „Junge, wiste ‘ne Beer?“
Und kam ein Mädel, so rief er: „Lütt Dirn,
kumm man röwer, ick hebb ‘ne Birn.“

So ging es viele Jahre, bis lobesam
Der von Ribbeck auf Ribbeck zu sterben kam.
Er fühlte sein Ende. ‘s war Herbsteszeit,
wieder lachten die Birnen weit und breit;
da sagte von Ribbeck: „Ich scheide nun ab.
Legt mir eine Birne mit ins Grab.“
Und drei Tage drauf, aus dem Doppeldachhaus,
trugen von Ribbeck sie hinaus,
alle Bauern und Büdner mit Feiergesicht
sangen „Jesus meine Zuversicht“,
und die Kinder klagten, das Herze schwer:
„He idsdod nu. Wer giwt uns nu ‘ne Beer?“
So klagten die Kinder. Das war nicht recht –
ach, sie kannten den alten Ribbeck schlecht;
Der neue freilich, der knausert und spart,
hält Park und Birnbaum strenge verwahrt.
Aber der alte, vorahnend schon
und voll Misstraun gegen den eigenen Sohn,
der wusste genau, was damals er tat,
als um eine Birn‘ in Grab er bat,
und im dritten Jahr aus dem stillen Haus
en Birnbaumsprössling sprosst heraus.

Und die Jahre gehen wohl auf und ab,
längst wölbt sich ein Birnbaum über dem Grab,
und in der goldenen Herbsteszeit
leuchtet’s wieder weit und breit.
Und kommt ein Jung‘ übern Kirchhof her,
so flüstert’s im Baume: „Wiste ‘ne Beer?“
Und kommt ein Mädel, so flüstert‘s: „Lütt Dirn,
kumm man röwer, ick gew’ di ‘ne Birn.“

So spendet Segen noch immer die Hand
Des von Ribbeck auf Ribbeck im Havelland.

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