Friedhofskapelle Alfeld (Leine)
© Susanne Röthig

Bestattungen nur in kleinem Rahmen

Anzahl der Trauergäste ist massiv beschränkt

(26.03.2020 / sr)
Ein Mensch stirbt: Familie, Freunde und Weggefährten nehmen Abschied. So ist das normalerweise.
Die Coronavirus-Krise beschränkt auch die Trauerzeremonie. „Noch sind Trauerfeiern in der Alfelder Friedhofskapelle möglich. Nur 30 Stühle stehen in großem Abstand im Inneren“, berichtet Bestatter Jochen Sliber. „Wir sind allerdings dazu angehalten worden, mit den Hinterbliebenen möglichst auch diese zu vermeiden und nur noch am Grab im Rahmen des engsten Familienkreises die Beisetzung vorzunehmen. Da die Kirchen geschlossen sind, gibt es für die Angehörigen beispielsweise in Eimsen oder Röllinghausen nur diese Möglichkeit“, erläutert Jochen Sliber, der seit 1998 als Bestatter tätig ist. 

Abstand halten sei auch hier das Gebot der Stunde, auch um den Pastor oder den Trauerredner zu schützen. Die vorab geführten Trauergespräche finden in der Regel per Telefon statt und der tröstende Händedruck muss entfallen. „Wir finden aber immer eine Lösung, um dem Verstorbenen würdevoll das letzte Geleit zu geben“, sagt Jochen Sliber. Besondere Vorschriften, wie eine separate Kühlung, gebe es bei der Erdbestattung von am Coronavirus verstorbenen Personen. Für ihn als Bestatter sei die Schutzkleidung bei der Einsargung kein neues Thema. Bei Verstorbenen, die beispielsweise durch Keime belastet sind, sei das sowieso eine zusätzlich zu den normalen hygienischen Vorkehrungen getroffene Maßnahme. Die Auswahl an Särgen sei unverändert groß. Lieferengpässe oder Verzögerungen könne es allerdings bei italienischen Sargmodellen oder bei Einäscherungssärgen geben, die zum Großteil in Polen hergestellt werden.

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