Slow-Marathon: Ein dauerhaftes Angebot für die Wanderregion Leinebergland?
„Schaffe ich das?“ habe ich mich schon gefragt, aber ich fand es einfach spannend, auf dem historischen Rennstieg in zwei Tagen 42 Kilometer aus der Domstadt bis Winzenburg zu wandern. Im Rahmen der Kulturregionale unter dem Motto „Von allen Sinnen – Unterwegs im Leinebergland“ bot sich diese Möglichkeit mit der erfahrenen Kuratorin Claudia Zeiske.
Also: Freundin gefragt und gemeinsam angemeldet. Am Tag vor dem Start zeichnete sich ab, dass mit Regen zu rechnen war. Zum Glück gibt es in Alfeld Fachgeschäfte: Ausgestattet mit Regenponcho und Leihstöcken verließ ich dieses. Beides leistete gute Dienste.
Unsere kleine Gruppe startete am Bahnhof Hildesheim Richtung Dom durch die Innenstadt. Weiter ging es an der Innerste nach Marienrode. Etwa alle sechs Kilometer gab es Stationen, an denen Kunstschaffende die Sinne ansprachen. Der Regen ließ nicht lange auf sich warten, wechselte sich aber mit einigen Sonnenstrahlen ab. Diekholzen, Nienstedt, Eberholzen, Kulturherberge Wernershöhe waren die Stationen des ersten Tages. Nach einer Käseverkostung, die Cordula Fichter vorbereitet hatte, speisten wir gemeinsam.
Die etwa 28 Kilometer hatten uns gefordert, aber wir haben sie gemeistert. Die meisten Teilnehmerinnen übernachteten auf Wernershöhe, nach dem Frühstück starteten wir am nächsten Tag zur zweiten Etappe. Irmenseule und Apenteichquelle Winzenburg standen auf dem Programm. Himbeeren luden zum Naschen ein, Tische und Bänke mit toller Aussicht zur Rast.
Das Konzept des Slow-Marathons ging voll auf: Sich gemeinsam mit Gleichgesinnten der Herausforderung stellen, die liebevolle Ausgestaltung der verschiedenen Stationen bleibt in Erinnerung, neue Kontakte wurden geknüpft. Besonders die kleine Gruppe machte das Erlebnis in der Natur zu einem Ereignis: Die Schönheit der hiesigen Gegend teilten wir miteinander. Eine Wiederholung ist durchaus denkbar und auch auf anderen Wegen für Touristen und Einheimische möglich. (sr)






