15 Jahre Dojokun Alfeld

Mit Kampfkunst zu mehr Konzentration, Durchhaltevermögen und Fokussierung auf das Wesentliche

Martial-Arts-Darsteller Bruce Lee war der Auslöser: Seit dem Jahr 2000 begeistert sich der heute 41-jährige Sören Koch für Kampfkunst. Sein Trainer, Mentor und Lehrmeister Thomas Monden, damals noch im Kalistas e. V., prägte den gelernten Tischler durch seine Technik, Haltung, Struktur und Verbundenheit zum Kampfsport und legte den Grundstein für den Dojokun (Dojo: Trainingsort, Kun: Lehre) Alfeld. Nachdem Sören Koch unter anderem mit Doris Heise, Marco Flitsch und René Becker 2011 den Dojokun e. V. gründete und seitdem Vereinsvorsitzender und Head Instructor ist, zählt der Verein heute rund 100 Mitglieder und hat seine Heimat im Lebens.Raum an der Göttinger Straße 3 gefunden.

Durchhaltevermögen, Konzentration und Freundlichkeit

Wer Kampf hört, denkt nicht automatisch an Höflichkeit, Aufrichtigkeit, Charakterstärke und Freundlichkeit. „Bei uns geht es ja eher um die Kampfkunst, die wir versuchen mit festen Regeln zu perfektionieren“, so Sören Koch. Bewegungsabläufe werden trainiert, in Sportkämpfen messen sich Kampfkünstler und können sich im Fall eines Angriffs mit oder ohne Waffen schützen, da sie Techniken zur Abwehr von Schlägen und Tritten kennen. „Das fördert das Selbstvertrauen und schärft den Blick auf das Wesentliche. Die Regeln, nach denen wir trainieren, wirken sich positiv auf die Konzentration und den Umgang miteinander aus. Ich profitiere davon auch im Beruf, da ich schnell Entscheidungen treffen kann, was wirklich zuerst auf der To-do-Liste abgearbeitet werden muss und wie ein Problem zur Zufriedenheit aller gelöst werden kann“, erläutert der Head Instructor. 

Kindertraining stark nachgefragt

Ein gutes Drittel der Mitglieder des Dojokuns sind Erwachsene unterschiedlicher Altersklassen. Seit 2022 ist die Nachfrage nach einem Training für Kinder stetig gestiegen. „Hier steht die Beweglichkeit im Vordergrund. Wir üben Fallen, Laufen, Hüpfen, Abrollen, Kampfkunst mit dem Stock und ermuntern unsere Schülerinnen und Schülern auf wertschätzende und freundliche Art und Weise, stets das Beste zu geben und kombinieren Fachkenntnisse mit pädagogischem Geschick. Mittlerweile trainiere ich montags und dienstags insgesamt vier Gruppen im Alter von 6 bis 14 Jahren mit je etwa 15 Teilnehmerinnen und Teilnehmern“, freut sich Sören Koch über den Zuspruch.

Probetraining möglich

„Erste Erfolge bei den Bewegungsabläufen und das Verständnis für die Kampfkunst stellen sich nach etwa drei Monaten ein“, erläutert der 1. Vorsitzende, der auch als Prüfer im Jun Fan Jeet Kune Do aktiv ist, und beim Kindertraining Unterstützung von René Becker erhält. Neben Sören Koch und René Becker stehen Daniel Hertle und Daniel Nüßler für das Erwachsenentraining zur Verfügung. „In jedem Fall empfehle ich ein dreimaliges Probetraining für Interessierte“, erklärt Sören Koch. Eine Ausrüstung ist nicht erforderlich. „Wir trainieren barfuß auf einer Mattenfläche. Sportbekleidung und eine Wasserflasche gegen den Durst sind vollkommen ausreichend. Auch Erwachsene sind jederzeit willkommen. Eine Altersbegrenzung gibt es bei uns nicht. Unser ältestes aktives Mitglied ist 55. Und auch wenn jemand körperliche Einschränkungen hat oder einfach seine Fitness mittels Kampfkunst verbessern möchte, gehen wir darauf ein und passen das Training an. Der Dojokun e. V. ist mehr als ein Ort für Bewegung. Er ist ein Ort für Entwicklung und für Gemeinschaft“, so Sören Koch, der gern Fragen zum Training beantwortet. (sr)

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