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Das Göttinger Symphonie Orchester

Erzählungen von Schwejk und Hoffmann

Das Programm der Kulturvereinigung für Dezember und Januar

 

Zwei Monate, Dezember und Januar, bieten für Kulturinteressierte in Alfeld immer sehr viel. Das Neujahrskonzert der Kulturvereinigung (KV) gehört traditionell zum Jahresbeginn dazu. Aber es gelingt der KV auch immer wieder, besondere Theaterstücke in die Leinestadt zu holen.

 

Nach dem Krieg um acht im Theatersaal

Mit den Worten: „Also dann nach dem Krieg um halb sechs im Kelch“, verabschiedet sich der „brave Soldat Schwejk“ von seinen Prager Zechkumpanen, nachdem er zum Kriegsdienst eingezogen wurde. In dieser Schelmengeschichte verschmelzen Realitätsbeschreibung, Satire, Komödie und Drama auf kurzweilig unterhaltsame Weise.

Schwejk, eigentlich Hundehändler, ist nach einer Musterung in Friedenszeiten durch ärztliches Attest zwar als blöd ausgewiesen, wird aber beim Ausbruch des Ersten Weltkriegs dennoch zum Militär eingezogen. Denn die österreich-ungarische-Armee vermeldet gleich zu Beginn der Auseinandersetzungen erhebliche Verluste im Kampf gegen die Russen.

Er kommt allerdings zunächst nicht zur kämpfenden Truppe, sondern wird dem Oberstleutnant Lukas als Bursche zugeteilt, dessen Ansicht: „Ein Soldat darf nicht denken. Für ihn denken seine Vorgesetzten“, er sich zu Eigen macht, indem er Befehle, die im erteilt werden, wortwörtlich nimmt und dadurch ad absurdum führt. Durch Schwejks Zutun muss Lukas an die Front und der brave Soldat muss ihm folgen. In untergeordneter Stellung bewahrt er im Chaos des Krieges seine persönliche Freiheit und entzieht sich nach der Devise: „Lieber blöd als tot“, allen gefährlichen Situationen. Dazu tragen auch sein Witz und seine Fantasie bei. Seine Anekdoten stellen übertriebenen Patriotismus und den Kadavergehorsam im Militär bloß und lassen sie lächerlich erscheinen. So gelingt es ihm, nach dem Krieg pünktlich um halb sechs unversehrt im Kelch zu erscheinen.

 

Karneval zum Neujahrskonzert

Das Neujahrskonzert ist immer der jährliche Konzert-Hit im Angebot der Kulturvereinigung. Ihn darf man sich eigentlich nicht entgehen lassen. In diesem Jahr auf dem Programm: Die berühmte Barcarole aus „Hoffmanns Erzählungen“, Musik aus Verdis „Maskenball“ und einschlägige Walzer und Quadrillen von Johann Strauß.

Besondere Attraktion sind Konzertstücke und Variationen für Trompete und Orchester. Solist ist der derzeit bekannteste und virtuose deutsche Trompeter Reinhold Friedrich. Christoph-Mathias Mueller wird wie immer in seiner humorvollen Art das Konzert moderieren.

 

Virtuoser Klavierarbend

Diesen Klavierabend bestreitet Leopoldo Lipstein, der in Köln lebt und vor Jahren schon einmal Gast in Alfeld war. Das Konzert beginnt mit der berühmten „Wanderer-Fantasie“ in C-Dur von Franz Schubert, eigentlich eine frei gestaltete Sonate, in der das Thema eines Liedes verarbeitet wird.

Eine Hommage an Felix Mendelssohn Bartholdy sind in seinem Jubiläumsjahr die Variations Sérieuses op.54, die den virtuosen Pianisten wieder in Erinnerung rufen werden. Im zweiten Teil werden argentinische und spanische Tänze von Ginastera und Enrique Granados zu hören sein. Den Abschluss bildet eine der virtuosen ungarischen Rhapsodien von Franz Liszt, Nr. 2.

(red/hst)

 
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Zusatzinformationen

Theater-Reihe

Dienstag, 15. Dezember 2009, 20 Uhr

„Die Abenteuer des braven Soldaten Schwejk“

nach dem Roman von Jaroslav Hasek, in einer Bühnenfassung von Max Brod und Hans Reimann

Regie: Klaus Gendries mit Walter Plathe, Maria Mallé, Frauke Büscher, Klaus Gendries, Reiner Heise, Herbert Sand, Marek Gierszal u. a.

Komödie am Kurfürstendamm

 

Konzert-Reihe

Mittwoch, 13. Januar 2010, 20 Uhr

Neujahrskonzert: „Karneval in Venedig“

Göttinger Symphonie Orchester

Leitung: Christoph-Mathias Mueller

Solist: Reinhold Friedrich, Trompete

Karneval als Thema bei Dvorak, Verdi,

Offenbach und natürlich Johann Strauß.

 

Kammermusik-Reihe

Sonnabend, 5. Dezember 2009, 20 Uhr

Klavier-Abend mit Leopoldo Lipstein

im Musiksaal des Gymnasiums

Werke von: Schubert, Mendelssohn Bartholdy,

Ginastera, Granados und Liszt