„Nur geträumt“
Neues BBS-Musical: Gute–Laune–Stück und ein Trip zurück in die 80er Jahre oder: Alles ist nicht so, wie es aussieht!
„99 Luftballons“, „In einem Taxi nach Paris“, „Wir steigern das Bruttosozialprodukt“, „Sternenhimmel“, „Rette mich“… Mehr als 20 Songs der Neuen Deutschen Welle wird das neue Musical der Berufsbildenden Schule Alfeld (BBS) enthalten. Die Einen haben sie live miterlebt, Jüngere haben sie als Kult-Klassiker und Kulturgut Jahre später kennen gelernt. Die Songs sind zu einer Handlung verwoben, die viele überraschende Wendungen nimmt.
Da sind zuerst einmal zwei Freundinnen zwischen Abitur und Studium. Die eine hat eine Friedensaktivistin zur Mutter, die gar keine Zeit hat, sich um ihre Tochter zu kümmern. Die andere hat einen verknöcherten Beamten zum Vater, der anscheinend nicht mehr zu einer Beziehung fähig ist, schon gar nicht mit seiner eigenen Frau. Im Verlauf des Stückes entdecken alle Eltern Fähigkeiten und Emotionen in sich, die sie noch gar nicht kannten.
Beide Töchter sind in denselben Typen „verknallt“, obwohl der reichlich arrogant ist. Aber auch dieser ist nicht, was er scheint, denn er muss sich um seinen Halbbruder kümmern, weil die Mutter starb und der Vater irgendwo als Weltenbummler unterwegs ist. Wenn in diese Konstellation die Liebe einbricht, dann wirbelt sie alles durcheinander, dann geraten nicht nur Freundinnen und Halbbrüder in Streit. Da muss es ein paar Vernünftige geben, die versuchen, die Wogen zu glätten. Einer könnte der zurückkehrende Weltenbummler sein. Am Ende zeigen alle Beteiligten Verhaltensweisen, die man von ihnen nicht erwartet hätte. Deswegen bezieht sich der Titel des Musicals nicht nur auf einen Nena-Song, der im Stück vorkommt, sondern er ist zugleich auch der Kommentar der Musical-Gruppe zu dieser Handlung mit den unerwarteten Wendungen.
Seit dem Sommer arbeitet die Musical-AG der BBS bereits an diesem neuen Stück. Mehr als 25 Schülerinnen und Schüler spielen, singen und tanzen unter Leitung von Kerstin Lauenstein und Reinhold Schiewe jeden Freitag bis in den späten Nachmittag. Dabei konnten gerade die Männerrollen mit neuen Schülern besetzt werden, die schon Schauspielerfahrungen mitbringen und sich als Theater-Talente erweisen.
Die Musik wird eine Live-Band liefern, deren Mitglieder teilweise schon bei früheren Musicals aktiv waren. Sie wurde zusammen gestellt von Anselm Morgenstern, einem Bassisten, der bereits bei den ersten Proben der Musical-Gruppe im Jahr 1997 dabei war. Andreas Gundelach wirkte sogar bei allen BBS-Musicals mit und wird auch im nächsten Jahr wieder mit seinem Team alle Darsteller ins rechte Licht setzen. (red/hst)